Diskussionsrunde: “Störfall Migrant, Geschäftsfall Flüchtling”

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Diskussionsrunde: "Störfall Migrant, Geschäftsfall Flüchtling"

Das renommierte Friedrich Funder Institut (http://www.ffi.at/?id=8) lud am 20.02.2017 zu einem fesselnden Diskussionsforum in den Ludwig Urban-Saal ins Haus der Industrie (Industriellenvereinigung) ein.

Der vom FFI für diese Veranstaltung hervorragend ausgewählte inhaltliche Schwerpunkt war das Flüchtlings-, Migrations- & Aslythema, das in Österreich seit 2015 die Schlagzeilen dominiert und das unter dem markigen Titel “Störfall Migrant, Geschäftsfall Flüchtling” debattiert wurde.

Am Podium diskutierten:

– Prof. Claus Reitan, Journalist, Autor
– Marina Delcheva, Redakteurin, Wiener Zeitung
– Dr. Andreas Unterberger, Journalist, Blogger
– Prof. Dr. Heinz Fassmann, Universität Wien

Moderation:
– Gabriele Neuwirth, Journalistin, Vorsitzende der katholischen Publizistinnen und Publizisten Österreichs

Der unmittelbare Anlass und das Einstiegs-Thema des Abends war Claus Reitans neues Buch „Die neuen Völkerwanderungen – Ursachen der Migration“, dessen Inhalt sich mit dem steigenden Migrationsdruck in Europa – in weiterer Folge natürlich auch in Österreich – widmet. Um Ursachen und Wirkungen dieser Migrationsbewegungen bestmöglich auf den Grund zu gehen, ließ der Buchautor u.a. Meinungen, Einschätzungen und Prognosen von 12 persönlich interviewten Expertinnen und Experten in sein Werk miteinfließen:

„Mehr als 250 Millionen Menschen gelten als Migranten, 65 Millionen davon sind Menschen auf der Flucht, die Migration prägt den Globus und stellt Europa und Österreich vor große Herausforderungen.”

In seiner Auftaktrede spricht Reitan von sogenannten Push- und Pull-Faktoren – z.B. Arbeitslosigkeit oder Konflikte und Kriege -, die seiner Meinung nach bei der starken globalen Wanderung von Süd nach Nord eine entscheidende Rolle spielen würden.

Der weitere Verlauf der Podiumsdiskussion wurde der Analyse der Themenfelder aus Reitans Sachbuch gewidmet. Zudem wird der Frage nachgegangen, worauf man sich künftig einzustellen habe und wie sehr man sich in der Migrationsdebatte auf die Politik verlassen könne.

Für Marina Delcheva – mehrfach preisgekrönte Redakteurin der Wiener Zeitung – stellen die UN-Menschenrechtscharta, der Gleichheitsgrundsatz und die Demokratie Werte an sich dar, die sich die Europäerinnen und Europäer hart erkämpft hätten und für die man auch weiterhin einstehen solle. Die klassische Medienwelt stehe, v.a. angesichts der modernen Medienrevolution – Stichwort „Soziale Medien“, vor einer riesengroßen Herausforderung. Die Redakteurin ist der Meinung, dass Schnelllebigkeit & Verbreitungsgeschwindigkeit von Gerüchten, die zum Teil auch gezielt in den Sozialen Medien verbreitet würden, eine gewissenhafte und professionelle Überprüfung oft unmöglich machen würden.

Der Publizist und Politikwissenschaftler Dr. Andreas Unterberger erteilte der heimischen Politik einen unmissverständlichen Arbeitsauftrag, nämlich dahingehend, dass sie viel mehr auf die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung eingehen müsse, v.a. wenn sich die Mehrheit der Bevölkerung klar gegen eine ungebremste Einwanderungspolitik ausspreche. Dass die klassischen Medien wie Presse, Radio und TV gerade in den vergangenen 2 Jahren massiv an Glaubwürdigkeit verloren hätten, sei darauf zurückzuführen, dass die Menschen vermehrt auf qualitativ hochwertigere und unabhängige Angebote Zugriff hätten – sein persönlicher Blog wäre eines dieser Beispiele.

Dr. Heinz Fassmann, österr. Universitätsprofessor und seit 2010 Vorsitzender des Expertenrats für Integration des Bundesministeriums für Europa, klärt das interessierte Publikum dahingehend auf, dass sowohl die Zahl der Migranten als auch der aktuell auf der Flucht befindlichen Migranten seit Jahren gleichbliebe, dafür aber eine deutlich sichtbare Veränderung in der Migrationsdistanz festzustellen sei. Er wünscht sich zukünftig speziell in der medialen Berichterstattung eine verantwortungsvollere Auswahl von Bild- und Tonmaterial – der Fokus solle zu jeder Zeit auf ethisch objektiven Journalismus liegen.

Im Anschluss der gut einstündigen Podiumsdiskussion fand eine anregende Publikumsdiskussion statt, bei der die eine oder andere delikate Frage fachkundig beantwortet bzw. diskutiert wurde.

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