Diether Dehm Interview vom 24 11 2015 über Xavier Naidoo und den ESC

Als der NDR entschieden hatte, Xavier Naidoo zum European Song Contest nach Stockholm zu schicken, war die Folge ein Sturm der Entrüstung. Homophob sei Naidoo, antisemitisch und ein Verschwörungstheoretiker obendrein. Kurz darauf knickte der NDR ein und verkündete, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Was muss ein Künstler mitbringen, um für Deutschland bei ESC aufzutreten? Das ist die Frage, die laut und deutlich nach der Nominierung Naidoos diskutiert wurde. Dabei gab es keine Schonung für den Sänger, der gern polarisiert und provoziert. Der Druck wuchs, an allen Ecken wurde Songzitate und öffentliche Äußerungen herausgekramt, die belegen sollten, dass Xavier Naidoo keinesfalls zum ESC fahren dürfe.

Diether Dehm (MdB, Die Linke) sieht das anders. Für ihn ist Naidoo ein streitbarer Künstler, der zu Unrecht derart im Kreuzfeuer stand. Dehm sagt, es gehe in erster Linie um Kunst. Aber auch um Angst. Deswegen, so Dehm, wurde Naidoo aus dem Rennen genommen.

Diether Dehm-Foto: Blömke/Kosinsky/Tschöpe – Wikimedia Commmons

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