Die Sonne | Ein Star im Universum (Dokumentation Arte)

Bereits in der Urzeit beobachtete der Mensch den Lauf der Sonne und knüpfte heilige Vorstellungen und Kulte an ihre tagtägliche Wanderung vom Aufgang bis zum Untergang. Stonehenge und die kollektive Grabstätte Maes Howe auf der nordschottischen Orkney-Insel Mainland, Sternwarten und Kultorte aus dem Steinzeitalter, an denen die Sonne vorrangige Bedeutung hatte, zeugen davon.

Die Grabkammer auf der Mainland-Insel beispielsweise ist so ausgerichtet, dass am Tag der Wintersonnenwende die Strahlen der untergehenden Sonne durch einen Korridor einfallen und genau auf die gegenüberliegende Kammer treffen. 
Die modernen Wissenschaften erlauben einen ganz neuen Blick auf die Sonne und liefern faszinierend schöne Bilder auch jenseits mythischer oder kultischer Praxis.

Dank der Satelliten SOHO und TRACE können die Sonnentiefen, die Explosionen auf der Sonne, die Stürme in ihrer Atmosphäre sowie der Sonnenwind, der einen Strom geladener Teilchen ins All leitet, beobachtet werden. Außerdem messen diese Satelliten mit spektroskopischen Instrumenten und anhand hochauflösender Bilder gleichzeitig an verschiedenen Stellen der Sonnenatmosphäre die Temperaturen. Das liefert Erkenntnisse über die Funktionsweise der Sonne und über stellare Phänomene im Allgemeinen.

Die schönsten Bilder der Sonnenoberfläche lieferte bislang der über La Palma operierende schwedische Satellit SST. 
Die Sonnenoberfläche ist nicht einheitlich, an verschiedenen Stellen befinden sich dunkle Flecke, die auf Löcher hinweisen. So klein diese erscheinen, tatsächlich haben sie oft die Größe des Planeten Erde. Um eine Vorstellung von der Größe der Sonne zu geben: Sie könnte etwa eine Million Planeten vom Umfang der Erde aufnehmen!

Zu Zeiten erhöhter Sonnenaktivität, auf welche vermehrte dunkle Flecken hinweisen, treten klimatische Veränderungen auf, aber auch Störungen der terrestrischen Telekommunikationssysteme und der im Umlauf befindlichen Satelliten. 2001 hat die NASA ein neues Klimamodell aufgestellt, das die Theorie eines Zusammenhangs zwischen Sonnenaktivität und Klimawandel stützt. So gab es beispielsweise zwischen 1550 und 1850 einen deutlichen Klimaeinbruch, die sogenannte “Kleine Eiszeit”, die vor allem in Europa und Nordamerika spürbar wurde.

Gemäß den Simulationen der NASA wies die Sonne während der kältesten Jahre der Kleinen Eiszeit nur wenige oder gar keine dunklen Stellen auf. 
Nun gehen die in der Dokumentation befragten Fachleute der Frage nach, inwiefern die Stärkung des Magnetfeldes der Sonne Ursache der Erderwärmung ist und wie die Menschen sich vor dieser schützen können. 
Auch die Frage, inwieweit eine stärkere Nutzung der Sonnenenergie den exponentiell wachsenden Energiebedarf auf der Erde decken kann, wird erörtert. Denn immerhin produziert die Sonne jede Sekunde mehr Energie als die gesamte Menschheit in den kommenden eine Million Jahren brauchen wird.

Die Sonne | Ein star im Universum (Dokumentation Arte):
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