Die sieben Todsünden | Lust und Laster? (Das Erste / TTT)

Einst kämpften die Menschen gegen sieben Todsünden: Habgier, Geiz, Hochmut, Neid, Trägheit, Wollust und Völlerei. Im Mittelalter waren das die schlimmsten Versuchungen, denen ein Mensch erliegen konnte. Doch welche Bedeutung haben die Todsünden heute noch?

“Lust und Laster” heißt die aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum und im Zentrum Paul Klee in Bern. Sie dokumentiert den künstlerischen Umgang mit den sieben Todsünden vom Mittelalter bis in die Gegenwart und kommt zu einer verblüffenden Erkenntnis: Was im Mittelalter als Todsünde galt, zählt heute zu den akzeptierten und sogar erwünschten Verhaltensweisen. Beispielsweise hat es die Habgier im Kapitalismus zu einer zentralen Tugend gebracht. Trägheit geht heute als Wellness durch und Völlerei ist an Weihnachten ohnehin Pflicht.

Einen wundert das gar nicht: den Philosoph Richard David Precht. Für den Autor des Buches „Die Kunst, kein Egoist zu sein” (Goldmann) ist klar, der Kapitalismus zehrt vom Wertesystem vergangener Epochen und höhlt gleichzeitig Werte wie Ehre und Vertrauen aus und ersetzt diese durch egoistische Motive. ttt hat mit Richard David Precht darüber gesprochen, warum unsere Gesellschaft den gierigen Konsumenten genauso braucht wie den tugendhaften Staatsbürger.

Die sieben Todsünden, Lust und Laster? ARD – Titel Thesen Temperamente 19.12.2010:
http://www.DasErste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,xglgogxgvmjloo7f~cm.asp

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