Die Oper kommt viel zu kurz! (Otto Schenk)

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Otto Schenk: Die Oper kommt viel zu kurz! (Reiner Wein Interview)

Der weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannte Schauspieler, Intendant und Kabarettist Otto Schenk ist Michael Winklers heutiger Gast in der neusten Ausgabe von Reiner Wein.

Schenks wichtigster Lebensmensch ist seine Ehefrau Renee, die große Liebe seines Lebens: ihr habe sich Schenk total anvertraut und das war die beste Entscheidung seines Lebens. Sie hat ihm den Rücken freigehalten für die vielen Projekte, in die er sich – obwohl eigentlich ein fauler Mensch – Zeit seines Lebens gestürzt hat und die zentrales Thema von „Schenk. Das Buch“ sind. Seine zahlreichen weltweiten Opern-Engagements fehlen zwar in diesem Buch; dennoch attestiert Schenk seinem Mit-Autoren Michael Horowitz ein Röntgenauge für Details.

Schenks Eltern hatten sich in den Wirren des Ersten Weltkrieges in Triest kennengelernt. Seine ältere Schwester nahm als Eiskunstläuferin an den Olympischen Winterspielen 1936 teil und musste wenig später nach London emigrieren, wo sie auch blieb und heiratete.

Der Umgang mit dem Tod ist für Schenk immer schon schwierig gewesen; er wünschte sich, wenn es so weit sei, gemeinsam mit seiner Frau zu sterben. Die Ungewissheit, wer angesichts des fortgeschrittenen Alters zuerst gehen wird müssen, bedrückt ihn.

Otto Schenk ist für viele Kollegen der Inbegriff des „menschliche“ Theaters, das er auch in seinen vielen Regierarbeiten versucht hat, an sein Publikum weiterzugeben. Als Schauspieler sei es wichtig, sich selbst zu erkennen – und wie viele unterschiedliche Personen in einem selbst stecken. Darauf könne man für unterschiedliche Rollen aufbauen, um authentisch zu wirken.

Als Wagnerianer liebt er die Detailgenauigkeit, mit der dieser große Komponist seine Werke verfasst hat – bis hin zum Wetter. In New York, einer seiner absoluten Lieblingsstädte, inszenierte er 15 Opern – die letzte davon vor allem deshalb, weil Anna Netrebko, die er sehr schätzt, engagiert wurde. In New York fühlte er sich immer daheim, da er dort regelmäßig viele Künstlerfreunde traf und tolle Abende mit ihnen verbrachte. Sein enger Freund Marcel Prawy nahm ihn regelmäßig zu Treffen der High Society mit, sie sich gerne mit wertvollen Kunstwerken umgab.

Da sein Vater ihm zu einem seiner Geburtstage den Stephansdom „geschenkt“ hat, mit der Bitte, er möge gut auf ihn aufpassen, war es Schenk Zeit Lebens ein Anliegen, aus jeder Wohnung, in der er lebte, einen Blick auf das Wiener Wahrzeichen zu haben. Sein Vater konnte Märchen sehr glaubhaft erzählen; diese Fähigkeit machte sich Schenk zu eigen und wandte sie später zB bei der Inszenierung des Tannhäuser an.

Neben seiner Ausbildung am Marx-Reinhard-Institut studiert er die Juristerei. Sein Vater, selbst Jurist, legte ihm aber nahe, das zu tun, was er am besten könne.

Der Kopfstand im Stück „Otello darf nicht platzen“ ist ebenso Thema dieses Gesprächs, wie der Auftritt als Dirigent im Musikverein mit 88 Jahren, die Beziehung zu seinem engen Freund Helmut Lohner, die berühmten jüdischen Witze Schenks und die Notwendigkeit, den Menschen nach der Coronakrise wieder „Winkerl und Platzerl“ anbietet, wo sie Freiheit leben können.

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