Die Medien-Strukturen und Soziologie moderner Massenmedien (KenFM 24.03.2013)

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Wenn man heute wissen will, ob es draußen schneit, geht man ins Internet. Vor der Erfindung des Internet ging man einfach ans Fenster. Die Dauerpräsenz der Massenmedien, zu denen das Web gehört, ersetzt bei immer mehr von uns das, was man früher gesunden Menschenverstand nannte. Gesunder Menschenverstand kann als eine Mischung aus Vernunft und Erfahrung betrachtet werden.

Erfahrung benötigt Zeit: Das Internet gibt uns diese Zeit nicht mehr. Kaum ist eine Eilmeldung ein paar Minuten alt, wird sie durch eine neue Eilmeldung eilig ersetzt. In klassischen Medien konnte man die Wichtigkeit einer Meldung auch an der Position der Veröffentlichung erkennen. Wichtiges wurde zum Aufmacher und stach, z. B. in der Zeitung entsprechend platziert, sofort ins Auge. Im Fernsehen war DIE Top-Meldung schon daran zu erkennen, zu welcher Zeit sie, in welcher Sendung, an welcher Stelle, veröffentlicht wurde. Prime-Time und Top-Meldung gehörten zusammen. Damals.

Mit der Erfindung des Netzes verschiebt sich die gesamte Wahrnehmung der Welt. Auf einem einzigen Screen, der immer mehr zur einzigen Verbindung nach draußen pervertiert wird. Wie man sich „embedded“ so schläft man – oder…

„Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird.
Alles andere ist Public Relations.“ George Orwell

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Die Medien-Strukturen und Soziologie moderner Massenmedien (KenFM vom 24.03.2013):
Die Medien-Strukturen und Soziologie moderner Massenmedien (KenFM vom 24.03.2013)




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