Die grössten Sportskandale (Dokumentation NDR)

Christoph Daum (* 24. Oktober 1953 in Zwickau) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer. In einem der größten Skandale in der Geschichte des deutschen Fußballs wurde Christoph Daum, damals Trainer von Bayer 04 Leverkusen und designierter Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft, im Oktober 2000 der Konsum von Kokain nachgewiesen. Angestoßen wurde die Affäre durch die zunächst interne, dann öffentliche Forderung Uli Hoeneß an Christoph Daum, die Aussage, er wäre verschnupft, zu bestreiten. Daum, der zunächst eine Verleumdungsklage gegen Hoeneß eingereicht und mehrfach öffentlich seine Unschuld beteuert hatte, sah sich schließlich unter wachsendem öffentlichen Druck veranlasst, die gerichtsmedizinische Analyse einer Probe seiner Haare auf Drogenrückstände zuzulassen. Auf einer zuvor am 9. Oktober 2000 eigens einberufenen Pressekonferenz erklärte Daum diese freiwillige Haarprobe und äußerte: „Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe. Nachdem ihm am 20. Oktober 2000 das Institut für Rechtsmedizin der Universität Köln das Ergebnis der Haaranalyse mitgeteilt und Kokainkonsum nachgewiesen hatte, wurde Daum als Vereinstrainer fristlos entlassen, außerdem sein ab 1. Juni 2001 laufender Vertrag als Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft vom DFB aufgelöst. Daum verließ anschließend Deutschland und verbrachte zweieinhalb Monate in Florida in den USA. Von dort versuchte er zunächst weiterhin, seine Unschuld zu beweisen, unter anderem mit einer zweiten, privat in Auftrag gegebenen Haaranalyse, deren angeblich ihn entlastendes Ergebnis er im November 2000 vorlegte. Am 12. Januar 2001 jedoch, einen Tag nach seiner Rückkehr nach Deutschland, gab Daum auf einer Pressekonferenz in Köln erstmals den Konsum von Kokain zu. Das spätere Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Koblenz wegen Erwerb von und Anstiftung zum Handel mit Kokain gegen Daum wurde gegen Zahlung einer Geldbuße von 10.000 Euro eingestellt. Die größten Sportskandale?

Diego Armando Maradona (* 30. Oktober 1960 in Villa Fiorito, Buenos Aires) ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler und Trainer der argentinischen Fußballnationalmannschaft. Er prägte als Spieler wesentlich den Fußball am Ende der 1980er Jahre. Mit der argentinischen Fußballnationalmannschaft wurde er 1986 Weltmeister und 1990 Vizeweltmeister, ferner 1989 mit dem SSC Neapel UEFA-Cup-Sieger sowie 1987 und 1990 italienischer Meister. Er gilt als einer der besten Fußballspieler aller Zeiten und war zu seiner aktiven Zeit einer der größten Stars des Fußballs, auch wenn sein Image gegen Ende bzw. im Anschluss an seine Laufbahn durch zahlreiche Skandale (u.a. Doping und private Drogenprobleme) getrübt wurde. Von seinen Fans wird Diego Maradona als Heiliger, zuweilen sogar als Gott verehrt. So wurde in Rosario (Argentinien) die Iglesia Maradoniana (Kirche des Maradona) gegründet. Ihre „Gläubigen bezeichnen Maradona als Gott, als „D10S („Dios ist das spanische Wort für Gott, die 10 steht für die Rückennummer, die Maradona jahrelang trug).

Stefan Effenberg (* 2. August 1968 in Hamburg-Niendorf) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Als er bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den Vereinigten Staaten nach dem Gruppenspiel gegen Südkorea in Dallas einigen unzufriedenen deutschen Fans den erhobenen Mittelfinger zeigte, wurde er vom damaligen Bundestrainer Berti Vogts nach Rücksprache mit dem DFB-Präsidenten Egidius Braun umgehend aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen. 1998 kam es nach der für die deutsche Mannschaft ziemlich erfolglosen WM in Frankreich noch unter dem nachhaltig in die Kritik geratenen Bundestrainer Vogts zu einem kurzen, jedoch letztlich missglückten Comebackversuch. Im Juli 2000 wollte der damals neue Bundestrainer Rudi Völler Effenberg zu einem erneuten Comeback überreden, was dieser jedoch ablehnte.

Michael Gerard Tyson (auch „Malik Abdul Aziz; * 30. Juni 1966 in Brooklyn, New York City) ist mit einem Alter von 20 Jahren und 144 Tagen der bislang jüngste Boxer, der einen Weltmeistertitel im Schwergewicht erringen konnte. Darüber hinaus war Tyson der erste Weltmeister, der gleichzeitig von den drei Boxverbänden WBC, WBA und IBF anerkannt wurde. Der Kampf gegen Evander Holyfield am 28. Juni 1997 erlangte Berühmtheit. Er endete nach drei Runden mit der Disqualifikation von Tyson, als dieser seinem Gegner, nach Punkten zurückliegend, ein Stück des rechten Ohres abbiss. Nach Ansicht einiger Beobachter wollte Tyson seine Disqualifikation provozieren, da er seinem Gegner boxerisch erneut nicht gewachsen war und eine weitere sportliche Niederlage um jeden Preis vermeiden wollte. Andere sahen in der Beißattacke einen Akt der Frustration, da Tyson in der zweiten Runde einen ungeahndeten Kopfstoß von Holyfield erhielt, der bei Tyson eine schwere Platzwunde verursachte. Bereits im ersten Kampf kam es zu einem Kopfstoß von Holyfield, der ungeahndet blieb und nach Tysons Überzeugung für seine damalige Niederlage ausschlaggebend war. Die Beißattacke beschädigte Tysons Reputation in erheblichem Maße. Die führende Box-Fachzeitschrift Ring-Magazine, die den Ex-Champion lange Zeit sehr wohlwollend beurteilt hatte, übte nun starke Kritik an ihm. („Tyson has the physical makeup and terrific punch of a great fighter, but the character of a schoolyard bully. What might have been doesn’t count. He does not belong in the company of immortals. – Tyson hat die körperlichen Voraussetzungen und die furchterregende Schlagkraft eines großen Kämpfers, aber er hat den Charakter eines Schulhof-Raufboldes. Was hätte sein können, zählt nicht. Er gehört nicht in die Gesellschaft der unsterblichen Box-Größen).

Thierry Daniel Henry (* 17. August 1977 in Les Ulis bei Paris) ist ein französischer Fußballspieler. In die Schlagzeilen geriet Henry am 18. November 2009 im Barrage-Rückspiel zur WM-Qualifikation 2010. Nachdem Frankreich das Hinspiel in Irland mit 1:0 gewinnen konnte, lagen die Gäste im Stade de France nach der regulären Spielzeit mit dem gleichen Resultat in Führung, so dass es zur Verlängerung kam. In der 103. Minute nahm Henry im Strafraum die Hand zur Hilfe, was er unmittelbar nach dem Schlusspfiff selbst zugab. Den von Henry anschließend per Fuß weitergeleiteten Ball konnte William Gallas zum entscheidenden Tor zur WM-Qualifikation Frankreichs verwerten.

Tonya Maxine Harding (* 12. November 1970 in Portland, Oregon, USA) ist eine ehemalige USamerikanische Eiskunstläuferin. Weltbekannt wurde sie durch ein Attentat am 6. Januar 1994 auf Nancy Kerrigan während des Trainings zur US-amerikanischen Meisterschaft. Ihr damaliger Ehemann Jeff Gillooly beauftragte und bezahlte Shane Stant für die Ausführung dieses Attentats. Shane Stant verletzte Nancy Kerrigan mit einer Eisenstange am Knie, die infolgedessen den Wettbewerb nicht fortsetzen konnte. Tonya Harding gewann die US-amerikanischen Meisterschaften 1994. Der Titel wurde ihr jedoch wieder aberkannt, nachdem Tonya Hardings Verbindungen zum Attentat bekannt wurden. Die Ermittlungen wurden erst nach den Olympischen Winterspielen 1994 beendet, so dass Tonya Harding gegen den Widerstand des US-amerikanischen NOK ihre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen gerichtlich durchsetzen konnte. Rechtskräftig verurteilt wurde sie lediglich wegen der Behinderung der Ermittlungen. Die Strafe war drei Jahre Freiheitsentzug auf Bewährung, 500 Stunden gemeinnützige Arbeit und eine Geldstrafe von US$ 160.000. Tonya Harding wurde außerdem für alle Eiskunstlaufmeisterschaften lebenslang gesperrt.Katrin Krabbe-Zimmermann (* 22. November 1969 in Neubrandenburg als Katrin Krabbe) ist eine der erfolgreichsten deutschen Kurzstreckenläuferinnen, Olympiateilnehmerin und Weltsportlerin des Jahres 1991. Am 23. Juli 1992 endete Katrin Krabbes Karriere. Nach einer Urinprobe bei ihr und Trainingspartnerin Grit Breuer wurde das Dopingmittel Clenbuterol nachgewiesen. Obwohl das Asthmamedikament, welches den Wirkstoff enthielt, damals noch nicht auf den offiziellen Dopinglisten stand, wurden beide Sportlerinnen vom Deutschen Leichtathletik- Verband für ein Jahr gesperrt. Der Internationale Leichtathletikverband IAAF verlängerte diese Sperre wegen unsportlichen Verhaltens um weitere zwei Jahre, bis August 1995. Ein Comeback- Versuch scheiterte. Im Gegensatz zu Grit Breuer, die die Sanktionen akzeptierte und 1995 ihre Leichtathletikkarriere mit einem Comeback fortsetzte, prozessierte Katrin Krabbe gegen die Sperre und bekam 1995 und 1996 vom Landgericht bzw. Oberlandesgericht München bestätigt, dass eine mehr als zweijährige Sperre das Grundrecht auf Berufsfreiheit beeinträchtigt. Beide Instanzen erkannten einen Anspruch auf Schadenersatz an, so dass das Landgericht München 2001 den Internationalen Leichtathletikverband zu einer Zahlung von 1,2 Millionen DM Schadenersatz wegen entgangener Start- und Siegprämien sowie Sponsorengelder ab 1994 verurteilte. In diesem Zusammenhang wurde gegen sie Ende 2008 vom Amtsgericht Neubrandenburg eine Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung verhängt; ihr Ehemann Michael Zimmermann wurde zu einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten verurteilt. Katrin Krabbe-Zimmermann (nach ihrer Hochzeit mit dem Rechtsanwalt und ehemaligen Ruder-Weltmeister Michael Zimmermann) verfolgte ihre sportliche Karriere nach einem misslungenen Comeback-Versuch nicht weiter. Mittlerweile hat sie zwei Söhne und betrieb ein Sportgeschäft in Neubrandenburg, das sie gemeinsam mit ihrem ehemaligen Verlobten, dem Kanuten Torsten Krenz, eröffnet hatte. Nach ihrer Insolvenz arbeitet sie im Kundenservice eines Autohauses.

Benjamin Sinclair „Ben Johnson” (* 30. Dezember 1961 in Falmouth (Jamaika)) ist ein ehemaliger kanadischer Leichtathlet. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul gewann er erneut das mit großer Spannung erwartete Duell über 100-Meter mit neuem Weltrekord in 9,79 Sekunden vor seinem großen Widersacher Carl Lewis, der mit 9,92 Sekunden ebenfalls eine persönliche Bestleistung erzielte. Dieser grandiose Sieg wurde jedoch kurze Zeit später von einem der größten Skandale der Olympia-Geschichte überschattet. Aufgrund der für einen damaligen Sprinter ungewöhnlich großen Muskelmasse hegten Kritiker schon seit längerem den Verdacht, dass der Kanadier ein Konsument muskelbildender Steroide sei. Zwei Tage nach dem sogenannten „Jahrhundertlauf wurden diese Mutmaßungen bestätigt. In der obligatorischen Urinprobe Johnsons konnten deutliche Spuren von Stanozolol, einem synthetischen anabolen Steroid, nachgewiesen werden. Daraufhin wurde ihm die Goldmedaille wieder aberkannt und dem zunächst Zweitplatzierten Carl Lewis zugesprochen. Nachdem Ben Johnson eingestand, bereits seit dem Jahr 1981 unerlaubte Mittel zur Leistungssteigerung zu sich genommen zu haben, verlor er auch ohne Dopingnachweis den Weltmeistertitel von 1987 und den Weltrekord an Carl Lewis, lediglich seine bei den Olympischen Spielen 1984 gewonnene Bronzemedaille konnte er behalten. Außerdem wurde er für zwei Jahre von allen Wettkämpfen ausgeschlossen. Nach seinem Comeback 1991 konnte Ben Johnson nie mehr an seine früheren Leistungen anknüpfen. Bei den Weltmeisterschaften 1991 in Tokio nahm er nur als Staffelläufer teil. Für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona konnte er sich zwar für den 100-Meter Wettbewerb qualifizieren, schied jedoch im Halbfinale als Letzter seines Laufes aus. Nach einem erneuten Dopingbefund bei einem Rennen 1993 in Montreal wurde er schließlich von der IAAF als Wiederholungstäter lebenslang gesperrt. In späteren Jahren unternahm Ben Johnson mehrmals den Versuch, die gegen ihn verhängte Sperre gerichtlich aufzuheben, unterlag aber in jedem der von ihm angestrengten Verfahren. Als Konsequenz versuchte sich Johnson in anderen Sportarten, so unter anderem als Wide Receiver im American Football, wo er jedoch nur mäßigen Erfolg hatte. 2003 trat er in Italien als Konditionstrainer des Fußballvereins AC Perugia erneut in Erscheinung. Im Dezember 2006 machte Ben Johnson mit Vermutungen auf sich aufmerksam, dass sein damaliger Konkurrent Carl Lewis etwas mit seinem Dopingvergehen zu tun hatte. Sport1.at zitierte Johnson mit „Ich will nicht zu viel sagen, aber: Er hatte damit zu tun.

Katrin Krabbe-Zimmermann (* 22. November 1969 in Neubrandenburg als Katrin Krabbe) ist eine der erfolgreichsten deutschen Kurzstreckenläuferinnen, Olympiateilnehmerin und Weltsportlerin des Jahres 1991. Am 23. Juli 1992 endete Katrin Krabbes Karriere. Nach einer Urinprobe bei ihr und Trainingspartnerin Grit Breuer wurde das Dopingmittel Clenbuterol nachgewiesen. Obwohl das Asthmamedikament, welches den Wirkstoff enthielt, damals noch nicht auf den offiziellen Dopinglisten stand, wurden beide Sportlerinnen vom Deutschen Leichtathletik- Verband für ein Jahr gesperrt. Der Internationale Leichtathletikverband IAAF verlängerte diese Sperre wegen unsportlichen Verhaltens um weitere zwei Jahre, bis August 1995. Ein Comeback- Versuch scheiterte. Im Gegensatz zu Grit Breuer, die die Sanktionen akzeptierte und 1995 ihre Leichtathletikkarriere mit einem Comeback fortsetzte, prozessierte Katrin Krabbe gegen die Sperre und bekam 1995 und 1996 vom Landgericht bzw. Oberlandesgericht München bestätigt, dass eine mehr als zweijährige Sperre das Grundrecht auf Berufsfreiheit beeinträchtigt. Beide Instanzen erkannten einen Anspruch auf Schadenersatz an, so dass das Landgericht München 2001 den Internationalen Leichtathletikverband zu einer Zahlung von 1,2 Millionen DM Schadenersatz wegen entgangener Start- und Siegprämien sowie Sponsorengelder ab 1994 verurteilte. In diesem Zusammenhang wurde gegen sie Ende 2008 vom Amtsgericht Neubrandenburg eine Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung verhängt; ihr Ehemann Michael Zimmermann wurde zu einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten verurteilt. Katrin Krabbe-Zimmermann (nach ihrer Hochzeit mit dem Rechtsanwalt und ehemaligen Ruder-Weltmeister Michael Zimmermann) verfolgte ihre sportliche Karriere nach einem misslungenen Comeback-Versuch nicht weiter. Mittlerweile hat sie zwei Söhne und betrieb ein Sportgeschäft in Neubrandenburg, das sie gemeinsam mit ihrem ehemaligen Verlobten, dem Kanuten Torsten Krenz, eröffnet hatte. Nach ihrer Insolvenz arbeitet sie im Kundenservice eines Autohauses.

Dieter Baumann (* 9. Februar 1965 in Blaubeuren) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Olympiasieger. Er ist einer der erfolgreichsten Langstreckenläufer der deutschen Sportgeschichte. Bei einer Dopingkontrolle am 19. Oktober 1999 sowie bei einer Kontrollprobe am 12. November wurde Baumann positiv auf den Wirkstoff Nandrolon getestet. Bei der Verhandlung vor dem Deutschen Leichtathletik-Verband wurde er aufgrund der Funde von Norandrostendion in seiner Zahnpasta (daher wird dieser Fall oft als Zahnpastaaffäre bezeichnet) und eingereichten Haarproben ohne Befund am 13. Juli 2000 vom Vorwurf des Dopings freigesprochen. Die IAAF erkannte diesen Freispruch des nationalen Verbandes jedoch nicht an, sperrte ihn am 18. September 2000 bis zum 21. Januar 2002 und erkannte ihm rückwirkend den nationalen Titel über 5000 m ab. Baumann bestreitet bis heute die wissentliche Einnahme der Mittel. Der Molekularbiologe und Dopingkritiker Werner Franke erklärte 2006 in einem Interview gegenüber dem Magazin Der Spiegel, dass er die Funde für einen Anschlag und Baumann damit für unschuldig halte: „Baumann hat sich sehr für den Kampf gegen Doping engagiert. Seine Zahnpastatuben waren verseucht, erwiesenermaßen eine alte Stasi-Methode. Baumann hat zu viele Leute an sich rangelassen.

Jan Ullrich (* 2. Dezember 1973 in Rostock) ist ein ehemaliger deutscher Profi-Radrennfahrer. Am 26. Juni 2006, fünf Tage vor Beginn der Tour de France, tauchten Doping-Gerüchte im Zusammenhang mit der Dopingaffäre um das Liberty-Seguros-Team in den Medien auf, wobei es der spanischen Zeitung El País zufolge Hinweise auf eine mögliche Verstrickung von Jan Ullrich gegeben haben soll. Nachdem die Tour-Organisatoren eine Stellungnahme zu den Vorwürfen vom Team T-Mobile gefordert hatten, kam es zu Gesprächen zwischen der Tour-Organisation A.S.O. und T-Mobile, woraufhin die A.S.O. verlauten ließ, dass es keine triftigen Gründe gäbe, die Teilnahme von Ullrich bei der Tour in Frage zu stellen. Am Morgen des 30. Juni wurde Jan Ullrich nach der nun erfolgten Akteneinsicht durch die Teamleitung zusammen mit seinem Betreuer Rudy Pevenage und Óscar Sevilla von der Teilnahme an der Tour de France ausgeschlossen. Auf einer Pressekonferenz am 26. Februar 2007 gab Jan Ullrich das Ende seiner Laufbahn als aktiver Radprofi bekannt.

Andreas Möller (* 2. September 1967 in Frankfurt am Main) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger Fußballfunktionär. Obwohl sehr erfolgreich und einer der begabtesten Fußballspieler seiner Generation, war Möller zu keiner Zeit seiner Karriere wirklich unumstritten. Er galt als Personifikation des wehleidigen „Selbstdarstellers, der immer auf andere angewiesen war bzw. stets die Schuld bei anderen Spielern suchte. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellte am 13. April 1995 das Spiel Borussia Dortmund gegen den Karlsruher SC (2:1) dar. Möller täuschte beim Stand von 0:1 ein Foulspiel im Strafraum vor (Schwalbe), bei dem sein Gegenspieler Dirk Schuster für eine Berührung allerdings zu weit entfernt war. Der daraufhin zu Unrecht verhängte Elfmeter gegen den Karlsruher SC führte zum zwischenzeitlichen Ausgleich der Dortmunder, welche das Spiel schließlich noch drehten. Als Möller daraufhin versuchte, seine Schwalbe zu rechtfertigen und den damaligen Trainer des KSC (Winfried Schäfer) attackierte („Bei jedem anderen wäre ich zum Schiedsrichter gegangen und hätte gesagt, dass es kein Elfmeter war, bei ihm jedoch nicht.), führte dies zu einem Sturm der Entrüstung in der Presse. Auch seine Erklärung, ,Das war eine Schutzschwalbe. Ich dachte, dass Dirk Schuster mich voll umhauen würde. konnte nicht verhindern, dass Möller von der Presse attackiert („Schwalben-Möller) und von Bundestrainer Berti Vogts sogar zeitweilig aus dem Nationalteam genommen wurde. Außerdem wurde Möller am 20. April 1995 vom DFB-Sportgericht zu einer Sperre von zwei Spielen und einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 DM verurteilt. Möller war der erste Spieler überhaupt, der vom DFB wegen einer Schwalbe gesperrt wurde.

Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. (kurz FC Schalke 04 oder S04) ist ein Fußballverein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Schalke. In der 1963 gegründeten Bundesliga spielte Schalke durchgängig bis 1981. Im Jahr 1971 war der Verein in den Bundesliga-Skandal verwickelt. Gegen Bestechungsgelder hatte die Mannschaft das Spiel gegen Arminia Bielefeld absichtlich 0:1 verloren. Mehrere Spieler wurden gesperrt, nachdem das Team die Saison 1971/72 als Vizemeister und Pokalsieger beendet hatte.

Der Turnverein Hassee-Winterbek e.V. von 1904 (THW Kiel e.V.) ist ein Sportverein in Kiel. Schwere Bestechungsvorwürfe gegen den THW Kiel drohen einen Skandal ungeahnten Ausmaßes auszulösen. Nach einem Bericht des “Flensburger Tageblatt” soll der Club das Final-Rückspiel in der Champions League 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt durch Schiedsrichterbestechung manipuliert haben.

Robert Hoyzer (* 28. August 1979 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher
Fußballschiedsrichter und eine der Hauptpersonen im Fußball-Wettskandal 2005.

Die grössten Sportskandale (Dokumentation NDR):
Die grössten Sportskandale Dokumentation NDR

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