Die Christianisierung der Wikinger (Dokumentation Arte vom 18.05.2013)

Mordend, plündernd und brandschatzend suchen die Wikinger das mittelalterliche Europa heim. Ob London, Paris oder Hamburg – kein Ort ist vor ihren Überfällen sicher. Mit Streitaxt und Schwert ziehen sie, den Tod verachtend, in die Schlacht, beseelt vom Glauben an ihre Götter Thor und Odin. So zumindest lautet das gängige Klischee.

Die Wissenschaft zeichnet inzwischen jedoch ein deutlich vielschichtigeres Bild der Raubeine aus dem heutigen Skandinavien. Mit eindrucksvollen Schiffen trieben sie Handel von Arabien bis Amerika, von Grönland bis Afrika. Sie entdeckten neue Welten und drückten der Geschichte Europas ihren Stempel auf.

Die Hinwendung zum Christentum sollte vor etwa 1.000 Jahren allerdings das Ende ihrer Epoche besiegeln. Die Filmemacher Christopher Paul und Claas Thomsen zeigen in ihrer mit aufwendigen Spielszenen gestalteten Dokumentation, wie die Nordmänner gezähmt wurden. Sie gehen der Frage nach, warum sich die Wikinger von ihren Göttern abwendeten, die ihnen doch auf hoher See, im Schlachtengetümmel und auf den Märkten des Mittelalters über Jahrhunderte hinweg gewogen waren.

Deutlich wird vor allem, dass die Hinwendung der Wikinger zum Christentum auch ein Spiel um die Macht in Europa war. Herrscher aus dem Norden nutzten die neue Religion, um sich zu mächtigen Königen aufzuschwingen – gleichberechtigt mit den Regenten des christlichen Europas. Es war ein Spiel mit Gewinnern und Verlierern. So beleuchtet die Dokumentation auch den gesellschaftlichen Wandel der Zeit – etwa für die Frauen in der Welt der Wikinger.

Anmerkung der VideoGold.de-Redaktion:

Die Dokumentation macht zum größten Teil einen ehrlichen und offenen Eindruck aber leider wird gerade an Schlüsselstellen sehr im Sinne der kirchlichen Sicht geurteilt. Beispielsweise wird auch an einigen Stellen auf die hohe gesellschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung, die Vielseitigkeit der Menschen, das hohe gesundheitliche Interesse hingewiesen aber schon zu Beginn wird bei 7:38 dem Zuschauer die historisch falsche Information unter-geschoben, sie hätten sich alle gegenseitig betrogen.

Das jedoch stimmt nicht, da der Betrug am Partner erst durch die Kirche in der Romantik im 18. Jahrhundert den Menschen zu ihrer gesellschaftlichen Trennung unter dem Deckmantel der Absicherung der Frau in Eigentumsfragen indoktriniert wurde. In Wahrheit definierten diese Völker wie die meisten Völker auf der ganzen Welt bis zum 18. Jahrhundert Liebe nicht über Besitzanspruch (ich gehöre dir, du gehörst mir) sondern über eine lebenslange Verbindung von Mensch zu Mensch. Aufgrund dessen waren diese Völker gesellschaftlich sehr stabil und die Christianisierung scheitere sehr oft aufgrund der hohen Verbundenheit dieser Menschen.

Als die Kirche jedoch dann begann den Führern große Geschenkte zu machen begannen die, wenn teils sogar nur zu Show, die Christianisierung anzunehmen und verloren damit ihre große Verbundenheit. Dies kann sehr gut am gezeigten Beispiel von Irland gezeigt werden, da diese nach der Christianisierung zum größten Teil gespalten und so leichter durch ihre neuen Machthaber kontrollierbar waren. Diese hält, wenn auch stetig abnehmend, heute global immer noch vor und ist auch gewollt. Würden doch sonst bspw. beim möglichen Verlust eines Arbeitsplatzes und den damit verbundenen Demonstrationen / Streiks, statt nur einem Partner und eventuell deren Familien auf der Strasse demonstrieren, gleich 2-3 Partner und deren Familien auf der Strasse stehen.

Das hatten die Kirche schon früh verstanden und die Christianisierung scheiterte sehr oft daran. Auch im Sinne der Kinder wäre es heute eine wesentliche Verbesserung. Würden sie doch aufgrund der Vielfalt an Partner auch ihre Möglichkeiten der Entwicklung steigen. Ein Kind was von einem Elternteil geschlagen, vernachlässigt etz. würde, würde sich mehr mit dem Partner beschäftigen bei dem es ihm besser geht und hätte, wie allgemein im Sinne der Beziehung aller zu einander, so auch leichter die Möglichkeit einen vertrauten Gesprächspartner bei Problem zu finden.

Heute wird im Gegensatz zu damals diese Manipulation an der Gesellschaft zu ihrer Spaltung von einander jedoch über viel subtilere Methoden wie Kinderspielzeug wie Barbie und Ken, Kindergeschichte von Prinzen und Prinzessinnen, romantische Filme, Bücher, Pseudo-Beziehungsratgeber erreicht. Sogar in angeblich sozialen Portalen wo die Menschen beim Beziehungsstatus nur die Wahl zwischen “Single”, “Verlobt”, “Verheiratet”, “Verwitwet”, “Getrennt”, “Geschieden”, “In einer Beziehung”, “In einer offenen Beziehung” bis hin zu Quatsch wie “Es ist kompliziert” haben, werden sie über so manipuliert.

Man könnte jetzt einwerfen das doch “in einer Beziehung” oder “offene Beziehung” als mögliche Option ausreichen könnte aber da der Großteil der westlichen Welt sich darunter Begriffe wie “freie Liebe” vorstellen und sich damit Beziehungen einbilden und in denen jeder Teilnehmer sich ganz ohne Verpflichtungen / Zusagen alles erlauben könnte. Bei einer Erweiterung um den Begriff “Polygam” würde jeder dieses eventuell nachforschen wollen und würde möglicherweise auf genau die hier schon genannten gesellschaftlichen Zusammenhänge stoßen und würde diese zum Nachteil bestimmter Machthaber ändern wollen. So kann auch heute noch durch diese Spaltung von einander die Kontrolle über Teile der Gesellschaft aufrecht erhalten werden.

Jeder Mensch der dies einmal verstanden hat ist daher selbst gefordert den richtigen Weg zu gehen oder andernfalls teil des Grundes einer instabilen Gesellschaft, was er somit fälschlicher Weise sogar noch an seine Kinder überträgt. Die Menschen sind daher keine direkten Opfer sondern es liegt an ihnen selbst welche Realität sie sich damit schaffen und welche Auswirkungen sie damit unterstützen.

Weitergehend kannst du dir hier auf VideoGold.de über den Suchbegriff “Polyamorie” oder “Polygamie” weiter Videos zum Thema ansehen. Ein gutes Video was einen kleinen Einblick liefert ist dieses:

ZDF, Deutschland, Schweden, Norwegen, 2010, 52 Minuten, Erstausstrahlung: 18.05.2013 20:15 Uhr, weitere Ausstrahlungstermine: Donnerstag, 23. Mai 2013, 17:25 Uhr und Mittwoch, 05.06.2013, 17:30 Uhr jeweils auf Arte TV.

Die Christianisierung der Wikinger (Dokumentation Arte vom 18.05.2013):
Christianisierung Wikinger Dokumentation 18.05.2013

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