Der Untergang von Venedig | ARTE Re:



Ein neuer Bericht von ARTE Deutschland:

Venedig kämpft mit den Folgen des Rekord-Hochwassers. Die Schäden in Hotels, Geschäften, Palazzi und Kirchen gehen in die Millionen, und die Venezianer retten, putzen und restaurieren. Bis zur nächsten Flut. Denn einen funktionierenden Hochwasserschutz gibt es nicht – und die Prognosen sind in Zeiten des Klimawandels düster. Ist Venedig dem Untergang geweiht?

Familie Perkhofer ist es gewohnt, dass in der Stadt im Winter regelmäßig Stege aufgebaut werden, damit Touristen und Einheimische trockenen Fußes durch die überschwemmte Altstadt kommen. Doch die Wucht des Hochwassers im November 2019 hat die Besitzer des Hotels Gabrielli überrascht. Das Erdgeschoss des ehemaligen Palastes aus dem 14. Jahrhundert stand unter Wasser und muss jetzt renoviert werden.
Die Schäden in den Hotels, Restaurants oder Geschäften gehen in die Millionen. Noch nicht absehbar sind die Folgen des Hochwassers für die Kirchen und Kunstschätze der Lagunenstadt. Salz- und Schmutzwasser greifen Stein- und Holzböden sowie die kostbaren Mosaiken in den Palazzi und den mehr als 50 gefluteten Kirchen an.
Der Ozeanograph Georg Umgiesser erforscht seit mehr als 25 Jahren die Auswirkungen des Klimawandels auf Küstengebiete und hat für die aktuelle Hochwasser-Situation in Venedig mehrere Problemfelder identifiziert. Eines davon sind tiefe Fahrrinnen, die für Kreuzfahrtschiffe und Öltanker in die Lagune gegraben wurden. Je nach Wetterlage wird dadurch deutlich mehr Wasser in die Lagune gedrückt.
Dazu kommt ein kontinuierlicher Anstieg des Meeresspiegels.
Die Venezianer warten seit mehr als 20 Jahren auf einen künstlichen Deich, der Venedig bei Hochwasser schützen soll. Nach der Rekordflut soll das Milliardenprojekt mit Hochdruck fertiggestellt werden. Aber wird das wirklich funktionieren? Viele befürchten, die 1.200 Jahre alte Stadt mit ihrem einzigartigen Kulturerbe sei durch den steigenden Meeresspiegel dem Untergang geweiht.

Reportage (D 2020, 32 Min)

#venedig #hochwasser #artere
Video auf Youtube verfügbar bis zum 02/02/2022
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Quelle des Video: ARTE https://www.youtube.com/watch?v=Q3kuu3bZt2w

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