Demo-Aufruf: “Zur Erinnerung an Rosemarie F.” * 11.04.2014 in Berlin * Bitte teilen!



www.diedemogehtweiter.wordpress.com: Zur Erinnerung an Rosemarie F.

Rosemarie F. verstarb* zwei Tage nach einer Zwangsräumung. Die 67-Jährige hatte bereits in der DDR eine Zwangsräumung erlebt, nach gescheiterter Republikflucht und Kritik am Regime war sie Opfer einer Zwangspsychiatrisierung geworden. Von der hierbei erlittenen körperlichen Gewalt trug sie eine bleibende Gehbehinderung davon. Rosemarie hatte ein schwieriges Verhältnis zu Behörden. Ihre Wohnungsmiete wurde vom Amt für Grundsicherung übernommen, traf aber aufgrund von Klinikaufenthalten und Eigentümerwechsel verspätet ein, so dass Zahlungsrückstände entstanden.

Obwohl diese Angelegenheit bereinigt werden konnte, kündigten ihr die neuen Vermieter die Wohnung. Am 9. April 2013 wurde Rosemarie gegen den Widerstand von hundert Menschen** mit einem Großaufgebot der Polizei zwangsgeräumt. Ein ärztliches Attest hatte ihr zuvor bescheinigt, einer Zwangsräumung nicht mehr gewachsen zu sein.

Wir werden die Erinnerung an Rosemarie wach halten.

Zur Erinnerung an die Opfer der Agenda 2010

Immer mehr Menschen werden bis zur vollkommenen Mittellosigkeit sanktioniert, weil sie sich weigern, Jobs im Niedriglohnsektor anzunehmen, die mit Ihren Steuergeldern ´aufgestockt´ werden, derweil die so operierenden Unternehmen satte Gewinne einstreichen. Familien, auch solche mit Kindern verlieren dadurch ihren Versicherungsschutz und ihre Wohnungen. Hartz-IV-Empfänger, die sich (zu Recht) gegen ihre Wirtschaftsversklavung zur Wehr setzen, werden entmündigt, stigmatisiert und kriminalisiert, inklusive ihrer "sofortigen" Verurteilung und Bestrafung, ohne ein faires Verfahren.

Die Liste der Opfer der Agenda 2010 wird immer länger, was es konsequent zu stoppen gilt.

Die Demo geht weiter!




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