Das kurze Leben der Michèle Kiesewetter (24.04.2017 Kulturzeit)

0:10 Tod einer Polizistin: Von keinem anderen NSU-Opfer ist so wenig bekannt, wie von Michèle Kiesewetter. Was war sie für ein Mensch? Warum war sie an diesem Tag, an dem sie eigentlich frei gehabt hätte, doch im Dienst und auf der Theresienwiese in Heilbronn?

Polizistin war ihr Traumberuf, sie ging zu einer Spezialeinheit: Demonstrationen, Razzien, verdeckte Einsätze im Drogenmilieu gehörten zu ihrem Arbeitsalltag. Bis zu jenem Apriltag 2007, an dem sie durch einen Kopfschuss starb. Ein Rätsel.

2011 wurde ihre Pistole im ausgebrannten Wohnmobil von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gefunden. Seitdem gilt sie als das zehnte Mordopfer des NSU. Doch passt das alles zusammen? Das kurze Leben der Michèle Kiesewetter (Doku)

8:51 Präsidentschaftswahlen in Frankreich
Nach dem ersten Urnengang bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich geht der bekennende Europäer Emmanuel Macron als Favorit ins Duell mit der rechten EU-Gegnerin Marine Le Pen. Während Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) Macron schon als möglichen Sieger sieht, sind Kulturschaffende in Frankreich zunächst schockiert vom Ausgang des ersten Wahlgangs.

12:49 Gespräch mit Frank Baasner
zur Frankreichwahl: Wir sprechen mit Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg, über den ersten Urnengang in Frankreich.

19:03 PEUR(S)
In Koproduktion mit dem Theater an der Ruhr präsentiert Fadhel Jaibi, der vielleicht international renommierteste Theatermacher der arabischen Welt, seine neue Produktion “PEUR(S)” erstmals einem europäischen Publikum. Der Titel des Stückes bedeutet “Angst”/”Ängste”, seit der Revolution Schlüsselworte in der tunesischen Zivilgesellschaft: Angst vor dem ökonomischen und sozialen Abstieg, Angst vor steigender Kriminalität, vor islamistischem Terror. Geschrieben hat das Drama die bekannte tunesische Autorin Jalila Baccar.

24:58 Gimme Danger
Mit Songs wie “Lust for Life” und “Wild One” schrieb Iggy Pop Musikgeschichte. Und noch immer scheint die Energie des “Godfather of Punk” ungebrochen, wie er bei seinen elektrisierenden Konzertauftritten weiterhin beweist. Doch wie wurde aus dem Jungen Jim Osterberg aus Michigan der wilde Ausnahmekünstler Iggy Pop, der mit der Band The Stooges den Punkrock maßgeblich beeinflusste und weltweit Erfolge feierte? Antworten darauf gibt die neue Musikdokumentation “Gimme Danger” von Jim Jarmusch, die in den Kinos der 3sat-Länder läuft.

26:14 4. Urban Art Biennale 2017
100 Künstler mit 150 Werken aus 17 Ländern und vier Kontinenten: Die vierte Ausgabe des wohl größten Urban-Art-Projekts der Welt gibt einen umfassenden Überblick über die urbane Kunst-Szene des 21. Jahrhunderts. In der 10.000 Quadratmeter großen Möllerhalle in der Völklinger Hütte, einer Erz-Siloanlage aus den 1910er Jahren, entstehen zudem 20 ortsfeste Installationen. Ein Fokus der Biennale liegt 2017 auf der interventionalen und interaktiven Urban-Art 2.0 – unter anderem sind Werke von Banksy, OX, Jordan Seiler und Vermibus zu sehen. Die “4. Urban Art Biennale 2017” läuft noch bis zum 5. November 2017 in Vöklingen im Saarland.

27:02 Meine Hühner und ich
Sie ist Schauspielerin, Filmemacherin und Model und besitzt zudem einen Bauernhof auf Long Island, auf dem sie Biogemüse anbaut, Schafe, Truthähne und Bienenvölker hält – und neuerdings auch Hühner züchtet: Isabella Rossellini. Die Tochter von Ingrid Bergmann und Roberto Rossellini hat jetzt das Buch “Meine Hühner und ich” veröffentlicht. Der renommierte Fotograf Patrice Casanova hat Rossellinis Geflügel – allesamt alte, vorindustrielle Rassen – in all seiner gefiederten Pracht porträtiert, als wären sie Models und Filmstars. Die 63-jährige Schauspielerin hat die Fotos mit eigenen Zeichnungen und ihrer persönlichen Geschichte vom lieben Federvieh ergänzt. “Meine Hühner und ich” ist bei Schirmer/Mosel erschienen.

27:57 Nancy Borowick
Erst wenn man mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird, lernt man das Leben wirklich zu schätzen. Dieses so banale wie wahre Mantra steht über dem Fotoprojekt der US-Fotografin Nancy Borowick. Sie hat das Leben und Sterben ihrer Eltern – Krebs im Endstadium – mit der Kamera begleitet. Der – parallel zu einer Ausstellung in Berlin erscheinende – Bildband “A Family Imprint – A Daughter’s Portrait of Love and Loss” erzählt von der Liebe zum Leben – und würdigt den Tod, von dem die westliche Kultur weiter so wenig wissen will.

33:11 Leslie Feist
Die kanadische Sängerin Leslie Feist, bekannt unter dem Namen Feist, ist ein Superstar der leiseren Art. Sie schafft es, ganz persönliche Geschichten in ihren Songs so zu schreiben, als erzähle sie es gerade ihrer besten Freundin. Feist hat eine Weile lang auch in Berlin gelebt, wohin sie nun zurückgekehrt ist, um ihr neues Album vorzustellen.

Das kurze Leben der Michèle Kiesewetter (24.04.2017 Kulturzeit)
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