Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 5 | Von Jochen Mitschka

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier:
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Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

In Teil 1 und 2 dieser Serie berichteten wir über das erste Hearing des Corona-Ausschusses, mit dem Titel “Lernen vom Untersuchungsausschuss Schweinegrippe” (1). In Teil 3 und 4 wird die Anhörung zu dem Thema “Die Lage der Menschen in Pflegeheimen” beschrieben (2). In diesem 5. Teil (3) geht es um die Zustände in Bergamo, welche von Medien und Politik immer wieder als Beweis für die Notwendigkeit eines Shutdowns in Deutschland angeführt werden.

Bergamo: Was war da los

In der Einleitung erklärte ein Mitglied des Ausschusses, dass die Berichterstattung über Bergamo einen Wendepunkt dargestellt, und die Menschen schockiert hätte. Deshalb schien es so, als ob der Lockdown eine logische Folge davon gewesen wäre. Um sich Klarheit zu verschaffen, was wirklich passierte, sollen in dieser Anhörung hochkarätige Wissenschaftler aus Italien zu Wort kommen, die vor Ort und ganz intensiv mit der Pandemie beschäftigt waren.

Als sachverständiger Gast der Juristen aus dem Ausschuss erklärte dann Dr. Wolfgang Wodarg, wie Bergamo in Deutschland wahrgenommen worden war. Dieser begann mit der Erklärung, dass man erwartet hätte, dass sich auf Grund der Erscheinungen in Bergamo, in China die Pandemie noch weiter und schrecklicher verbreiten würde. Was aber ja nicht der Fall war. In den meisten Regionen Chinas hatte es keinen Shutdown und kaum Infektionen und Todesopfer gegeben. Anfang Februar hatte man dann plötzlich nichts mehr aus China gehört. Genau zu diesem Zeitpunkt zog dann Italien die Aufmerksamkeit auf sich. Die schrecklichen Bilder von China, die nicht mehr vorhanden waren, wurden abgelöst durch Bilder aus Bergamo.

Man stellte sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet Italien so betroffen war, und auch in Deutschland praktisch noch gar nichts passierte. Dann kamen Anfang März Bilder von quasi Leichenbergen aus Bergamo und entzündeten in Deutschland eine Panik. Es folgte dann in Italien der Lockdown. Da zu Beginn praktisch nur alte Menschen zu den Todesopfern gezählt wurden, fragte man sich natürlich, so Wodarg, ob da vielleicht etwas mit der Betreuung der alten Menschen schief gelaufen war.

In einem Gespräch mit einem Beamten einer kassenärztlichen Vereinigung in Deutschland wurde Wodarg erklärt, dass Italiener Angst hätten, wenn sie ins Krankenhaus müssten. Weitere Nachforschungen ergaben, dass es viele nosokomiale Infektionen (4), also im Krankenhaus erworbene Infektionen, und zwar mit einer Zehnerpotenz höher als in Deutschland gibt, obwohl es hier auch schon viele gäbe. Italien und Spanien hätten die schlechtesten Verhältnisse in dieser Beziehung in Europa.

Hinzu komme, dass Italien die ältestes Bevölkerungsstruktur in Europa aufweise. Dort leben weit mehr alte Menschen, und ältere Menschen, als im Rest Europas. Die Statistiken zeigen, dass 70-80% der Lungenentzündungen bei alten Menschen auftreten. Früher gab es häufiger bei jüngeren Menschen Pneumonien als heute…weiterlesen hier:
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