Claudia Gamon – Liberalismus als Lebensprinzip

Claudia Gamon - Liberalismus als Lebensprinzip

Die seit kurzem Abgeordnete zum europäischen Parlament, Claudia Gamon, MSc, hatte in ihrer Jugend nie den Plan, damit Karriere zu machen. Damals gab es die liberale Bewegung nicht im Parlament, aber viele motivierte junge Leute.
Das schöne an einer liberalen Partei ist für sie, dass – egal ob sich jemand als wirtschaftsliberal, linksliberal oder sonst wie definiert – man sich in wesentlichen Fragen immer einig ist: wie sieht man das Individuum im Verhältnis zur Gesellschaft und zum Staat, und wie schafft man ihm/ihr möglichst viele Freiheiten. Auch das Vertrauen in die Vernunft, in die Wissenschaft und den Glauben an eine bessere Zukunft eint liberale Menschen. Es gilt, liberale Grundsätze in einer sich ständig verändernden Gesellschaft bzw neuen Problemlagen anzupassen – oder wenn nötig auch hochzuhalten.
Gamon zählt sich nicht zu den libertären Denkern, die den Staat soweit es geht zurückdrängen wollen. Vielmehr ist entscheidend, wie sehr der Staat und seine Verwaltung dem Bürger dient bzw wie sehr er sich von seinen Aufgaben verabschiedet und verselbständigt hat. Jede Einzelmaßnahme muss auf die Notwendigkeit geprüft werden, ob tatsächlich beim Staat besser aufgehoben ist als beim Individuum.
Als Beispiel für so eine Maßnahme wählt Claudia Gamon die reproduktiven Rechte, dh inwieweit soll jeder Mensch selbst entscheiden können, ob er verhütet oder nicht. In Österreich ist das Wissen über funktionierende Verhütung laut Studien sehr gering; andererseits gibt es eine sehr hohe Anzahl an Schwangerschaftsabbrüchen. Gründe dafür sind alte Rollenbilder, schlechte Aufklärung in den Schulen und der allgemeine Diskurs darüber, gepaart mit dem weiterhin starken Einfluss katholischer Lehren. Warum es wichtig ist, den Eltern die Entscheidung zu überlassen, ist die große Konsequenz für die Betroffenen: Karriere, Umfeld, persönliche Lebensplanung etc. Deshalb sei die Intensivierung der Aufklärung in Schulen ebenso wichtig, wie der niederschwellige Zugang zu Verhütungsmitteln (möglichst gratis).
Dass die Themen junger Menschen in der Politik unterrepräsentiert sind liegt va daran, dass es kaum junge Menschen in der Politik gibt. Die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre findet die Vorarlbergerin gut, da zb auch viele davon schon Steuern zahlen (Lehrlinge) und den Führerschein beginnen können. Die wichtigsten Themen für junge Menschen sind Bildungspolitik, der Klimawandel und die Einschränkung persönlicher Freiheiten (zB warum Alkohol erlaubt ist, Marihuana aber nicht). In einer idealen liberalen Welt geht man von aufgeklärten Menschen aus, die sich informiert haben und selbst entscheiden können, welche Substanzen sie ihrem Körper zuführen.

Die ausführliche Zusammenfassung des Interviews findet ihr unter:

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