Buhrow: “Wir hatten über 10 Jahre keine Beitragserhöhung” | ZAPP | NDR

Buhrow: "Wir hatten über 10 Jahre keine Beitragserhöhung" | ZAPP | NDR

Tom Buhrow sieht drei große Herausforderungen 2020 für die ARD: die Finanzierungssicherung, die Verschlankung der ARD, die Verankerung in der Bevölkerung.

Rundfunkbeitrag (Min 00:58)
Die ARD müsse sich verschlanken, so Buhrow, da nach einer Beitragserhöhung – geplant sind 18,36 Euro – weniger Geld bei den Anstalten ankomme. Klingt paradox, ist aber durch die Umstellung auf die gerechtere Haushaltsumlage im Jahr 2013 zu erklären. Von den Mehreinnahmen, die seit dem aufgelaufen sind, wurde eine Beitragssenkung finanziert sowie die jahrelange Beitragsstabilität. Dieses finanzielle Polster sei nun aufgebraucht. “Wir verbrauchen jetzt schon 18,35 Euro – das ist die Summe, die ARD, ZDF und Deutschlandradio zusammen für ihr Programm aufwenden.”

Personalabbau (Min 04:38)
Der WDR habe schon 400 Stellen abgebaut, weitere 100 sollen folgen. Man müsse die ARD weiter reformieren, diese sei auch reformwillig.

Einsparungen im Sport und in der Unterhaltung? (Min 08:21)
“Ich werde nicht zulassen, dass man die Genres gegeneinander ausspielt.”
Tom Buhrow wehrt sich gegen eine Einmischung von außen aufs Programm, man habe schließlich einen Auftrag, der umfassend ist.

“Regionalität ist das zentrale Pfund in der ARD” (Min 09:58)
Nur die ARD sei nah dran an den Menschen. Die Zeitungen ziehen sich aus wirtschaftlichen Gründen immer weiter zurück aus der Region. “Wir haben da eine Aufgabe und einen Mehrwert für die Gesellschaft.”

Verschlankung betrifft auch das Programm (Min 11:34)
Das Angebot wird bei der geplanten einer Beitragserhöhung, die de facto (wie oben beschrieben) den Sendern bei steigenden Kosten nicht mehr Geld bringt, Einschnitte erleben. Man werde sich weiter fokussieren und Prioritäten setzen müssen.

Weitere Infos zum Thema gibt’s auf unserer Beitragsseite:
http://www.ndr.de/rundfunkbeitrag312.html

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