BLVD 4.0 – JP Performance im Gespräch mit Ken Jebsen

Jean Pierre Kraemer betreibt auf Youtube den erfolgreichsten Auto-Tuning-Channel der Republik: JP-Performance.de

Aber auch international spielt der Dortmunder eine immer gewichtigere Rolle, wenn es darum geht, für das Automobil an sich zu begeistern. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich, angeregt durch seinen Kanal, für einen Beruf in der KFZ-Branche und haben mit der No-Future-Haltung gebrochen.

Der Erfolg des 36-jährigen hat vor allem mit seiner Art zu tun. JP muss man einfach mögen. Er ist ein Sonnyboy und alles, was er bisher anfasste, wurde zu Gold.

Im KenFM-Format Boulevard sind wir der Frage nachgegangen, ob der gelernte Autoverkäufer, der sich das Schrauben selber beibrachte, auch über den Tellerrand der eigenen Karriere blickt?

Hat er eine Meinung zu Geopolitik, den Massenmedien und der neoliberalen Ellbogengesellschaft?

JP legt persönliche Seiten und Ansichten offen, die selbst dem härtesten Fan neu sein dürften.

Der Mann mit dem Dauergrinsen hatte eine Scheißjugend. Seine Mutter brachte sich um, seinen Vater lernte er erst als Erwachsener kennen. Seit JP vierzehn war, lebt er quasi alleine. Aufgeben kommt für ihn nie in Frage. Disziplin ist sein Credo.

Sein Bahamas-Teint hat JP immer wieder zum Ziel von Rassismus werden lassen. Gerade deshalb ist JP ein Freund der Underdogs.

Seine Firma und die angestellten Menschen sind mehr eine Familie, für die er sich verantwortlich fühlt. Man passt aufeinander auf.

JP denkt und handelt sozial, ohne dass das groß bekannt wäre. Gelebte Menschlichkeit will er nicht als Marketing-Tool verstanden wissen. Auf diesem Gebiet stapelt er noch tiefer, als man das von seinen Projekt-Fahrzeugen kennt.

Nahezu unbekannt ist, das JP immer wieder als Gast-Dozent an der Uni unterrichtet, sich um behinderte Kinder kümmert und auch schon an das Bett eines sterbenden Jugendlichen gerufen wurde, wenn es dessen letzter Wunsch war, den Mann, der immer strahlt wie ein Honigkuchenpferd, zumindest in den letzten Minuten des eigenen Lebens Face to Face zu sehen.

KenFM sprach mit JP weniger über Autos, denn mehr über Verantwortung. Eine Verantwortung, die mit der eigenen Popularität wächst. Wir streifen die Themen Neid, Rassismus und verbrecherische Geopolitik, die auch für das Beschaffen von Benzin so betrieben wird, wie wir das aktuell erleben.

Ebenso zur Sprache kommen unterwanderte Massenmedien, Politik als Zirkus und die Erwartung, die JP an Flüchtlinge hat, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben. JP duckt sich selbst bei härtesten Fragen nicht weg und offenbart eine nachdenkliche Seite, die auch für die größten Fans unbekannt sein dürfte.

JP ist ein Macher. Ein Macher, der sich mit den Widersprüchen seiner Branche im Gespräch auseinandersetzt, ohne sie klein zu reden und der bei allem Erfolg nie jene aus den Augen verloren hat, die nicht so viel Glück hatten wie er.

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