Blumenzwiebeln setzen

Jetzt im Herbst ist der richtige Zeitpunkt, um Frühblüher wie Tulpen und Narzissen in die Beete zu bringen. Aber worauf kommt es bei Blumenzwiebeln an?

15.000 Blumenzwiebeln pflanzen die Gärtner 2017 im Sichtungsgarten in Weihenstephan. Darunter Narzissen, Tulpen, Krokusse, Blausterne und Traubenhyazinthen.

Qualität und Zeitpunkt
Bei Zwiebeln sollte man auf die Qualität achten. Sie sollten fest und frei von Schäden und Schimmel sein. Zudem sollten sie artentypisch aussehen, bei Narzissen ist beispielsweise die „Nase“ an der Zwiebel typisch. Bei Tulpen kann es passieren, dass sich das braune Hüllblatt von der Zwiebel löst. Das ist aber normal und keine Qualitätsminderung. Für eine erfolgreiche Blüte im kommenden Frühjahr ist zudem der richtige Pflanzzeitpunkt wichtig. Sobald die Blumenzwiebeln erhältlich sind, kann man sie in die Erde setzen. Je eher desto besser. Denn Blumenzwiebeln lassen sich nur wenige Tage lagern. Je länger sie liegen, desto mehr leidet die Qualität. Wenn eine Lagerung nötig ist, dann kühl, trocken und am besten in luftigen Netzen oder in Kartons mit Löchern.

Die Pflanzung
In einigen Staudenbeeten im Weihenstephaner Sichtungsgarten sollen im Frühjahr orange-gelbe Tulpen und weiße Narzissen blühen. Die Zwiebeln werden locker in die Beete geworfen und dort gepflanzt, wo sie liegen bleiben. Das wirkt später natürlicher. Für die Pflanztiefe orientiert man sich an der Größe der Zwiebeln. „Blumenzwiebeln sollten etwa doppelt so tief gepflanzt werden wie sie breit sind.“, empfiehlt Ulrike Leyhe, die Technische Leiterin der Weihenstephaner Gärten.

Der Standort
Für fast jeden Standort findet sich der passende Frühjahrsblüher. In Staudenbeeten mit lehmigen, feuchten Böden fühlen sich Narzissen wohl. Die vermehren sich an solchen Standorten dann von alleine. Und selbst in Steingärten mit bis zu 80% mineralischem Boden wachsen Zwiebelblüher. In Weihenstephan unter anderem Netzblatt-Iris oder wilde Zwerg-Tulpen. Sie vertragen keine Staunässe und brauchen steinigen und durchlässigen Boden. In den erhöhten Beeten des Steingartens kommen die kleinen Blüten der verschiedenen Wildarten am besten zur Geltung.

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