Biodiversitätsgarten Veitshöchheim

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http://youtu.be/KA0I3P1ANRI

Stauden, Sträucher, Bäume – nur wessen Blüten reich an Pollen und Nektar sind, hat eine Chance auf einen Platz im neuen Schaugarten der Landesanstalt für Gartenbau. Auf über 2000 Quadratmetern entstand in den letzten beiden Jahren ein Rückzugsort für Insekten und andere Kleintiere.

Heimat für einheimische und zugereiste!
Heute ist es soweit, Kristin Mahler und Klaus Körber setzen die letzten Pflanzen im neu angelegten über 2000 Quadratmeter großen Biodiversitätsgarten. Er liegt auf dem Gelände der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim. Hier sollen zukünftig Pflanzen wachsen, die Insekten vom Frühjahr bis zum Herbst mit Pollen und Nektar versorgen. Darunter altbekannte Gewächse wie Lavendel, aber auch exotischere wie der Japanische Buschklee. Stauden, Bäume, Zwiebelblüher und Sträucher – die beiden Gärtner setzen alles, was Nahrung für Insekten liefert – unabhängig von dessen Herkunft!

Miteinander geht’s !
Für die beiden Gärtner ist klar – es geht nur miteinander. Denn auch exotische Pflanzen liefern Pollen und Nektar und die Insekten wissen das. Zudem sind viele der zugereisten Gewächse trockenheitsverträglich und pflegeleicht. Und sie blühen zum Teil erst später im Jahr, dann, wenn einheimische Stauden und Gehölze bereits Früchte bilden. Und genau dieser Aspekt ist wichtig für die Insekten, vielen geht im Sommer bereits die Nahrung aus, da lässt sich gegensteuern.

Futterpflanzen für Raupen, Blüten mit Nektar und Pollen für Insekten, Samenstände für Vögel, Totholz für Amphibien – je vielfältiger Gärten angelegt sind, desto mehr Lebensraum und Lebensqualität gibt es.
Manche überraschen dabei sogar die Experten. Pflanzen wie die Rispenhortensie oder die Eichenblättrige Hortensie. Sie bieten von Juli bis weit in den Herbst hinein Nahrung für Schmetterlinge, Hummeln und Bienen.

Klaus Körber:
‚Es ist also unglaublich, was in den Hortensien zu finden ist. Weil viele Leute sagen: Hortensien die sind doch so leblos, aber das kann ich überhaupt nicht sagen.

Pflege muss sein!
So wenig wie möglich, so viel wie nötig ist die Pflegeformel im Naturgarten. Denn ganz sich selbst überlassen, geht nicht, sonst beherrschen innerhalb weniger Jahre einige wenige Arten die Flächen und haben den Rest verdrängt. Ackerwinde und Quecke wuchern auch in einigen Beeten des neuen Schaugartens. Um die Beikräuter dauerhaft zu reduzieren testen die Gärtner verschiedene Systeme. Heute Morgen im Einsatz: ein Heißwassergerät. Ziel ist festzustellen mit welcher Methode und welchen Kosten sich Beikräuter am besten in den Griff bekommen lassen. Denn der Schaugarten ist nicht nur für Freizeitgärtner, sondern auch für Mitarbeiter von Stadtgärtnereien und Kommunen gedacht.

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