Beteiligung ausländischer Gruppen im Konflikt um Syrien (Prof. Dr. Hussein Almohamad)

Eröffnungsvortrag: Beteiligung ausländischer Gruppen im Konflikt um Syrien: Status Quo und Zukunftsperspektiven

An den Protesten gegen die Regierung beteiligten sich in der Anfangsphase, 2011, Gruppierungen aus unterschiedlichen Teilen der Bevölkerung. Mit zunehmender Dauer der Revolution eskalierten diese zu einem bewaffneten Konflikt – dazu kommen inzwischen eine ganze Reihe weiterer religiöser und ethnischer Konflikte. Durch Geld- und Waffenströme aus dem Ausland und an dem Konflikt beteiligte Söldnergruppen nimmt die Auseinandersetzung immer mehr den Charakter eines Stellvertreterkrieges in Syrien und im gesamten Nahen Osten an. Nach fünf Jahren Krieg kristallisieren sich vier große Konfliktpartien heraus: das Assad-Regime, der Islamische Staat (IS), die autonome kurdische Region “Rojava” und die Rebellen. Inzwischen sind mehr als 80.000 ausländische Kämpfer an dem Konflikt beteiligt. Der Vortrag analysiert das Phänomen der freiwilligen ausländischen Kämpfer, ihre Motivation sich an den Kämpfen in Syrien beteiligen und die Perspektiven dieses Vorgangs.

Prof. Dr. Hussein Almohamad hat an der Universität Damaskus Geographie studiert und hatte anschließend eine Assistentenstelle am Geographischen Institut der Universität Aleppo inne. 2009 promovierte er an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einer Doktorarbeit im Bereich Klimawandel und Bedrohung durch Naturgefahren. Von 2009 bis 2013 lehrte Almohamad Klimatologie und politische Geographie in einer Assistenzprofessur an der Universität Aleppo. Seit 2014 ist Almohamad Gastprofessor an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Bereich Anthrophogeographie und Geographische Entwicklungsforschung.

Weitere Informationen:
http://www.zak.kit.edu/worldsciencecafe

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