Behindert nach Aktenlage | Langzeitarbeitslose verschwinden aus Statistik

Immer mehr Langzeitarbeitslose verschwinden aus der Arbeitslosenstatistik, weil die Arbeitsagenturen sie für „dauerhaft geistig behindert erklären. Weil sie als schwer vermittelbar gelten, werden sie in Behindertenwerkstätten abgeschoben. Ärztliche Untersuchungen? Fehlanzeige. Stattdessen nur ein schriftlicher Test, ob sie auf dem Arbeitsmarkt noch „konkurrenzfähig sind. MONITOR schildert den fast unglaublichen Fall einer Vierzigjährigen, die jetzt wider Willen als „geistig behindert gilt. Behindert nach Aktenlage, wie Langzeitarbeitslose aus der Statistik verschwinden. ARD Monitor vom 14.08.2009
Mehr auch hier: http://www.freitag.de/community/blogs/jkabisch/geistig-behindert-nach-aktenlage

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  • Kommentare zum Video

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    Syndi
    Zuschauer

    @Frank
    So ein Schreiben hatte ich von der inzwischen aufgelösten Leihbude “Bindan” ebenfalls erhalten. Erst im Nachhinein eröffnete sich mir deren Absicht eine “Förderung” abzugreifen. Mir war das Schreiben zur der Zeit so suspekt, dass ich quer über das ganze Blatt “Ich bin nicht behindert!” geschrieben hatte.
    Wenn diese perfide Praxis weiterhin ihre Blüten treibt, Menschen aufgrund von Verwertbarkeit im kapitalistischen Ausbeutungssystem in Wertigkeiten zu unterteilen, dann müssen! wir die Frage aufwerfen, ob wir uns bereits in Bereichen bewegen die sich innerhalb eines (Nützlichkeits-)Rassismusbegriffes bewegen.

    cherut
    Zuschauer

    ähm. Vorsicht RTL2 Niveau.wie sowas hier landen kann ist mir ein Rätsel…Alternativ(Medien)???

    Zuschauer

    iss ja der Hammer,bei mir haben sie es auch versucht aber,ich bin nicht zum Termin-.Anschließend bekam ich 3monate sperre.Ich bin doch net zu und geb mir dess!!!

    Frank
    Zuschauer

    Ich war vor einiger Zeit bei einer Leiharbeiterfirma angestellt, die extra zwecks billiger Arbeitskräfte von einer Hauptfirma gegründet worde. In dieser musste ich nach 6 Monaten ein Dokument der Arbeitsagentur unterschreiben, in dem schemenhaft hervorging, dass die Zeitarbeitsfirma für die Anstellung geistig Behinderter (mich?) 3.500 € für ein halbes Jahr bekam. Aus Angst vor einer Kündigung habe ich dieses in Beamtendeutsch verfasste Dokument dann doch unterschrieben, obwohl ich keinerlei Behinderungen habe.

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