Asteroid auf Kollisionskurs (Dokumentation Arte 30.06.2012)

http://www.youtube.com/watch?v=Z3NbKAeU47o
Ein Szenario, fast wie aus einem amerikanischen Weltuntergangsfilm, bedrohte am 6. Oktober 2008 die Erde und führte zu Alarmmeldungen rund um den Globus: Der erst an jenem Tag von Forschern im Kosmos entdeckte Asteroid TC3 raste auf die Erde zu, um nur 20 Stunden später wenige Kilometer oberhalb des Erdebodens mit der Kraft einer kleinen Atombombe zu explodieren. ARTE begibt sich mit ambitionierten Wissenschaftlern auf eine aufschlussreiche Spurensuche, die wichtige Erkenntnisse über die Gefahren aus dem All verspricht.

Am 6. Oktober 2008 entdeckten Forscher im Weltall erstmals einen Asteroiden, dessen Umlaufbahn auf eine baldige Kollision mit der Erde hindeutete. In einer rasanten Recherche fanden sie heraus, dass dieser Zusammenstoß nur 20 Stunden nach Entdeckung des Himmelskörpers auf sudanesischem Territorium stattfinden würde. Weitere Berechnungen ergaben, dass der Asteroid vermutlich nicht sehr groß sei, aber niemand konnte genau vorhersagen, was sich ereignen würde. Folglich gingen Alarmmeldungen um die ganze Welt.

Schließlich explodierte der Asteroid mit dem Namen TC3 rund 73 Kilometer vom Erdboden entfernt mit der Kraft einer kleinen Atombombe. Reisende, die in der sudanesischen Wüste unterwegs waren, glaubten an einen Luftangriff; verletzt wurde jedoch niemand. Die Asteroidenforschung versprach sich von dem Ereignis ganz besondere Erkenntnisse: Anhand von Bruchstücken des Himmelskörpers wollte man mehr über dessen chemische Zusammensetzung erfahren. Der anschließende Vergleich mit den Teleskopaufnahmen des Asteroiden würde, so versprach man sich, die künftige Typisierung von Himmelskörpern erleichtern und die Vorhersage eventueller Zusammenstöße verbessern.

Peter Jenniskens, Asteroiden-Experte am nordamerikanischen SETI Institute und Mitarbeiter des NASA-Forschungszentrums Ames, und Muawia Shaddad, Astronomiedozent an der Universität Khartum, organisierten sofort eine Blitzexpedition in den Sudan. Zusammen mit 50 Studenten bildeten sie eine 800 Meter lange Menschenkette, die das Absturzgebiet systematisch durchkämmte. Sie fanden dabei 280 Meteoriten, von denen einige per Schiff in die USA verfrachtet wurden.

Minuziöse Untersuchungen gaben Aufschluss über die Zusammensetzung und den Ursprungsort des Asteroiden im Sonnensystem. So lieferte TC3 nicht nur wertvolle Informationen für eine bessere Einschätzung der Gefahr, die größere Himmelskörper für den Planeten Erde darstellen könnten, sondern verfeinert auch die Möglichkeiten der Beobachtung ihrer Erdumlaufbahnen.

“Asteroid auf Kollisionskurs” Großbritannien 2009, 50 Minuten
30.08.2012 um 11.55 Uhr ARTE F, Wiederholungen: Keine Wiederholungen

Asteroid auf Kollisionskurs (Dokumentation Arte 30.06.2012):
Asteroid auf Kollisionskurs (Dokumentation Arte 30.06.2012)

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