Angriff aus dem Internet | Wie Online-Täter uns bedrohen? (ARD/NDR)

http://youtu.be/5q1nkgFrxvI

Die Erscheinungsformen sind sehr vielfältig; Beispiele hierfür sind Internetbetrug, das Ausspähen von Daten, Verstöße gegen das Verbreitungsverbot oder den Jugendmedienschutz, Identitätsdiebstahl, Urheberrechtsverletzung, Cyber-Terrorismus, Cyber-Mobbing, sowie das Verbreiten von Kinderpornographie.

Der Übergang zu Methoden und Verfahren des Cyberwar („Netzkrieg”) ist mittlerweile fließend geworden; im Einzelfall ist durchaus nicht ohne Weiteres auszumachen, ob ein Angriff im Netz einschlägig kriminellen Zielen dient oder militärisch bzw. politisch intendiert ist (etwa bei einer weitreichenden Sabotage des stark ITK-abhängigen Finanzsystems oder der Webpräsenzen öffentlicher Einrichtungen im weitesten Sinn).

Den Beobachtungen zufolge professionalisiert sich die „Malware-Branche” immer mehr, die Attacken auf die Rechner und Rechnernetze werden immer ausgefeilter – offenbar mit entsprechendem Erfolg. Laut Antivirensoftware-Entwickler stieg z.B. die Infektion von Rechnern mit Schadsoftware, die zum Identitätsdiebstahl dient (etwa der Ausspähung von Bankkontendaten), vom ersten zum zweiten Halbjahr 2008 um 800 Prozent.

Beinahe schon seit der allgemeinen Etablierung des Internets seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts und der zunehmenden Elektronisierung weiter Felder des öffentlichen Lebens vor allem auch auf wirtschaftlichem Gebiet liefern sich Kriminelle und Sicherheitsexperten ein Hase- und Igel-Duell auf den unterschiedlichsten Feldern, das bislang meist mit einem „positiven Patt” für die Sicherheit ausging. In jüngster Zeit werden die Methoden der Cyberverbrecher zusehends raffinierter und elaborierter (was z.B. auch für viele Virenprogrammierer gilt, deren Produkte unterdessen ein erstaunliches, im Einzelfall beängstigendes technisches Niveau erreicht haben.

Nach Aussage des US-Telekommunikationsdienstleisters Verizon Business sei es Kriminellen in den Vereinigten Staaten gelungen, die Verschlüsselung beim Übertragen von PIN-Codes zu knacken. Dabei konnten die Hacker sowohl an verschlüsselte als auch an unverschlüsselte PINs gelangen. Fachleute gehen Medienberichten zufolge davon aus, dass das Problem nur gelöst werden kann, wenn die Finanzindustrie den elektronischen Zahlungsverkehr insgesamt überholt.

Nach einer BITKOM-Studie sind bis Mitte 2008 fast vier Millionen Deutsche schon einmal Opfer von Computer- oder Internetkriminalität geworden. Sieben Prozent aller Computernutzer ab 14 Jahren haben demnach bereits einen finanziellen Schaden etwa durch Viren, bei Online-Auktionen oder durch Datenmissbrauch beim Onlinebanking erlitten. Beklagt wurde gleichwohl das geringe Sicherheitsbewusstsein der Nutzer. In seinem auf der CeBIT vorgestellten Bericht Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2009 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seine Besorgnis über die wachsende Internetkriminalität ausgedrückt; die Situation wurde als „überaus ernst” und „schlimmer als befürchtet” eingeschätzt.

Der unbesorgte Umgang mit Daten in den „Mitmach”-Anwendungen des Webs, vor allem in den immer beliebter werdenden sozialen Netzwerken, schreckt Sicherheitsexperten demnach besonders auf. „Bedenkenlos geben Anwender in ihren Benutzerprofilen detailliert private Informationen preis. Dabei vergessen sie oft, dass Informationen im Netz praktisch jedermann zugänglich sind und es auch bleiben”, heißt es in der BSI-Studie.

Botnets, mittels derer Cyber-Kriminelle oftmals hunderttausende gekaperter Privat- und Bürorechner ohne Wissen der Benutzer vernetzen und missbrauchen, laut BSI „Teil einer professionell und international aufgestellten Schattenwirtschaft”, haben sich unterdessen zu einer herausragenden Bedrohung entwickelt. Seit 2007 kam es zu einer Reihe prominenter Aufdeckungen, wobei aber auch deutlich wurde, wie schwierig und aufwändig besonders hier die effektive Bekämpfung ist, zumal die gegenwärtigen Strukturen des Internets die Fahnder und Strafverfolger vielfach ins Hintertreffen setzen.

Quelle: Angriff aus dem Internet | Wie Online-Täter uns bedrohen? (ARD Dokumentation):
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/internetkriminalitaet119.html

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    ben
    Zuschauer

    Ich mag dieses Video nicht. Mir kommt es vor, dass dieser Film nur eine Werbung für Symantec ist und es werden falsche Leute interviewt. Wieso kommen nicht Experten zu Wort wie der Chaos Computer Club? Alles Heuchlerei…

    ben
    Zuschauer

    Trojaner und Viren so ein Quatsch. In den Beitrag wird drumherum geredet statt aufzuzeigen wie man sich schützen kann. Heutzutage kann man schon sich ein benutzerfreundliches Linux z.B. Ubuntu oder Mint installieren und Trojaner sind ab dann Geschichte. Schade, dass sowas im Video nicht gesagt wird.

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