Andrew Feinstein: Krieg als Geschäft? Rüstung Made in Germany

Redner: Andrew Feinstein (Rüstungsexperte, Journalist)
Veranstaltung: Ev. Kirchentag 2013
Ort: Hamburg
Datum: 3. Mai 2013

„Der weltweite Waffenhandel macht die Welt zu einem ärmeren, weniger demokratischen, korrputeren und — ironischerweise — gefährlicheren Ort.” So lautet das Fazit von Andrew Feinstein, der 2011 eine 700 Seiten starke Analyse zum Thema vorgelegt hat, die in Deutschland unter dem Titel „Waffenhandel. Das globale Geschäft mit dem Tod” erschienen ist.

In seinem Vortrag erklärt Feinstein die Funktionsweisen des globalen Waffenhandels und geht dabei auch auf die deutsche Rolle als fünftgrößtem Waffenexporteuer der Welt ein. Rüstung, so Feinstein, ist ein Milliardengeschäft, welches letzten Endes von Konflikten profitiert.

Dabei gebe es eine enge Verbindung zwischen „legalen” Waffengeschäften zwischen souveränen Staaten und und dem sogenannten Schwarzmarkt, weshalb Feinstein auch von einem „grauen Markt” spricht. Bestechung von Mittelsmänner und Agenten sei auf diesem Markt an der Tagesordnung.

Feinstein fordert daher stärkere Regulierungen des globalen Waffenhandels und mehr Transparenz in Bezug auf die daran beteiligten Akteure.

Weitere Informationen:

http://www.theshadowworldbook.com/ (Die Website zur Buchveröffentlichung von Feinstein)

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