„Aktionstag & AnwohnerInnen-Flohmarkt gegen Gentrifizierung & Gefahrengebiete”



Hamburg, Schanzenviertel
14.09.2013
(utopieTV-doku-video)

Am 14.09.2013 fand ab 13:00 Uhr im Hamburger Schanzenviertel ein nicht angemeldeter „Aktionstag & AnwohnerInnen-Flohmarkt gegen Gentrifizierung & Gefahrengebiete" statt.

Zum frühen Nachmittag machte dann die Nachricht die Runde, ein Haus sei besetzt worden. Tatsächlich handelte es sich um die Möglichkeit, das seit fast 7 Jahren nahezu leer stehende Haus an der Ecke Juliusstraße/Schulterblatt neben der Roten Flora zu besichtigen.

Hier ein Auszug aus einem indymedia-Artikel (Link unten) vom 16.10.2010:

„Das Haus in der Juliusstraße zum Beispiel lässt Vermieter Landschulze (dem weitere Häuser mit leer stehenden Wohnungen gehören: Susannenstr. 6 vorne, hinten A und B, 9A und 43, Beim Grünen Jäger 2, 6 und 16) seit vier Jahren so gut wie leer stehen. Daran änderte auch der Abschluss der Sanierung im Jahr 2008 nichts — lediglich der Imbiss im Erdgeschoss ist seitdem wieder eingezogen. Möglicherweise wird hier bereits auf eine Wertsteigerung nach der Räumung der Roten Flora spekuliert? Im Schnecken-tempo werden einzelne Fliesen verlegt und sonstige Arbeiten hinausgezögert, um gegenüber dem Bezirksamt den Rücken frei zu haben."

Noch während der „Besichtigung" trafen erste Polizeikräfte vor Ort ein. 2 Beamte verschafften sich in sehr ruppiger Art und Weise, nämlich durch Wegschubsen der vor dem Haus stehenden Menschen, Zutritt zum Gebäude. Fast zeitgleich trafen auch Bereitschafts-Polizist*innen ein, die, wie gewohnt, in schwerer Montur Stellung vor dem Haus bezogen und den Eingang abriegelten. In dieser Abriegelung befanden sich noch Menschen, die, soweit ich das sehen konnte, nicht raus gelassen wurden.

Nach etwas mehr als einer Stunde verließ der vermutliche den Einsatz leitende Polizeibeamte mit dem ehemals im dritten Stock hängenden Banner mit der Aufschrift „Leerstand Besichtigung! Hier" das Gebäude und auch die restlichen Polizist*innen wurden abgezogen. Zurück blieben noch ein paar Polizist*innen, die den Eingang bewachten.

In dem gesamten Haus wohnt nur noch eine Familie, die sich offensichtlich erfolgreich gegen eine Verdrängung zugunsten von Luxus-Wohnungen gewehrt hat.

Quelle (indymedia):
http://de.indymedia.org/2010/10/292189.shtml

Bilder auf Facebook:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.629698627051992.1073741858.599751420046713&type=3

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