Ahnenforschung im KZ: Was geschah mit meinem Uropa? | reporter

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Ahnenforschung im KZ: Was geschah mit meinem Uropa? | reporter

Samueles Uropa Ermenegildo Fior wurde im KZ Mauthausen ermordet – das genaue Schicksal aber war über 80 Jahre nicht endgültig geklärt. Während des Krieges, so hat man sich in Samuels Familie erzählt, soll er den Widerstand in Italien gegen das NS-Regime unterstützt haben. Er wurde verraten und verhaftet – und dann hat die Familie ihn nie wiedergesehen. Samueles Oma, die Tochter von Ermengildo Fior, war damals erst 6 Jahre alt.

🔎 Ein purer Zufall sorgt dafür, dass Samuele die Vergangenheit endlich aufarbeiten möchte: Bei einem Schulprojekt bearbeitet er alte KZ-Akten und stößt dabei auf den Namen seines Uropas. Seine Suche nach mehr Informationen beginnt. Wir haben ihn getroffen und versucht, noch mehr Informationen und Akten zu finden. Dafür sind wir in das weltweit größte Archiv für KZ-Akten in Bad Arolsen gefahren – und in die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Mauthausen. Unser Ziel: Endlich das Rätsel um das Schicksal von Ermengildo Fior, Samueles Uropa, zu lösen.

📔 Arolsen Archiv:
Die Arolsen Archives gehören zum Weltdokumentenerbe und haben eine Sammlung von Akten mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen. In den Akten finden sich Dokumente zu verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes. Früher haben die Arolsen Archives als International Tracing Service (ITS) daran gearbeitet, Hinterbliebenen Informationen über vermisste oder ermordete Angehörige zu übergeben. Schicksale klären – diese Aufgabe hat das Archiv über Jahrzehnte übernommen. Und bis heute beantwortet das Archiv jährlich Anfragen zu rund 20.000 NS-Verfolgten. Die Arolsen Archives arbeiten aber auch daran, Angebote für Forschung und Bildung zu schaffen, um das Wissen über die Nazi-Verbrechen in die heutige Gesellschaft zu bringen. Ein Teil davon soll ein neues Online-Archiv werden, in dem jeder nach Namen suchen kann.
Mehr zum Archiv findet ihr hier:
https://arolsen-archives.org/

💻 Projekt „Jeder Name zählt“:
Das neue Online-Archiv ist auf die Mitarbeit und Unterstützung von uns allen angewiesen. Deshalb ist es als Crowdsourcing-Projekt angelegt. Jeder kann also daran mitarbeiten, die KZ-Akten zu indizieren, also für das Archiv aufzubereiten. Jede Akte wird dabei mehrfach von verschiedenen Bearbeiter*innen ins Online-Archiv eingepflegt, um Fehlerquellen zu minimieren. Am Ende soll ein Archiv entstehen, dass sich ähnlich einer Online-Suchmaschine durchsuchen lässt.

👉 Alle Informationen zum Projekt und eine Anleitung zum Mitarbeiten findet ihr hier:
https://www.zooniverse.org/projects/cseidenstuecker/every-name-counts?language=de

🎶 Musik:
Xinoby – Searching For
Para for Cuva – Paspatou
Para for Cuva – Loose
Trentemøller – Take me into Your Skin
Brambles – To Speak of Solitude
Brambles – In the Androgynous Dark

🎞 Team: Timm Giesbers, Maik Arnold, Sabine Stadermann, Nils Schomers, Johannes Woiten, Andreas Josef, Lea Brockmann

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🧑🏻 Timm ist seit 2017 im reporter-Team. Er hat Journalistik und Politikwissenschaft studiert und parallel beim WDR seine journalistische Ausbildung gemacht. Daneben hat er für andere Medien, wie Die Zeit, Handelsblatt und den Deutschlandfunk gearbeitet. Seine größte Leidenschaft: kontroverse Interviews. Die größte Schwäche: schwarze Pullis.
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