Afrika mitten in Italien | Via Domitiana (Spiegel-TV / ORF 2 vom 20.05.2011)

“Hier wurde das Gesellschaftsmodell der Dritten Welt direkt in das Herz Italiens transplantiert”, sagt ein afrikanischer Zuwanderer über die Via Domitiana, jene Straße, die von Neapel nordwärts Richtung Rom führt. Vor knapp 2.000 Jahren hatte Kaiser Domitian diese nach ihm benannte Küstenstraße errichten lassen, damit die römische Westflotte in der Bucht von Neapel rascher zu erreichen war. Heute leben in Castel Volturno, 40 Kilometer nördlich von Neapel, gut 20.000 Italiener und ungefähr gleich viele afrikanische Zuwanderer.

Die Baumafia hatte die Region in den 1950er und -60er Jahren mit illegalen Betonmonstern überzogen. Als im Lauf der Zeit immer mehr Italiener absiedelten, rückten afrikanische Zuwanderer in das verfallende Niemandsland nach. Sie leben am untersten Rand der italienischen Gesellschaft. Die Mafia, Drogen und Prostitution prägen den Alltag.

Doch für viele ist selbst das noch besser als der Überlebenskampf im Slum einer afrikanischen Großstadt. Mittlerweile dreht sich fast das gesamte Wirtschaftsleben der Region um die Afrikaner – und die Italiener verdienen gutes Geld an ihnen. Mehrmals wurde auch versucht, die Gegend durch Tourismusprojekte wieder aufzuwerten, leider vergeblich.

Text: Via Domitiana – Afrika mitten in Italien (Video: Spiegel TV, Stereo, 16:9):
ORF 2, Freitag 20.05.2011 – 11:55 Uhr bis 12:30 Uhr Weltjournal Auslandsmagazin
Quelle: http://www.tv-media.at/programm/ORF2/weltjournal/2011-05-20/37361645;d
Afrika mitten in Italien | Via Domitiana (ORF 2 Weltjournal vom 20.05.2011)

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