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Kalender, Kulte und Kulturen (Dokumentation 3Sat vom 16.12.2012)

http://www.youtube.com/watch?v=v5Rp5HmFwLs

Bereits sehr frühe Kulturen legten größten Wert auf eine Beziehung ihrer Bauwerke zu den Laufbahnen von Sonne und Mond. In der Gegenwart entdecken wir die zahlreichen Verknüpfungen wieder, die Tempel, Steinreihen und selbst Brunnen zum Lauf der Gestirne aufweisen.

Roswitha und Ronald Vaughan spannen in ihrer Dokumentation “Kalender, Kulte und Kulturen” einen weiten Bogen von den prähistorischen Kreisgrabenanlagen über die Steinlinien von Carnac in der Bretagne bis zu jahreszeitlichen Bräuchen in den Alpen.

Alle Kulturen und Religionen hatten oder haben ihr eigenes Kalendersystem. In der Gegenwart entdecken wir die zahlreichen Verknüpfungen wieder, die Tempel, Steinreihen und selbst Brunnen zum Lauf der Gestirne aufweisen.

Allerdings ist es nur den Astronomen des Volkes der Maya gelungen, mit einem einzigen Datum die ganze Welt zu beschäftigen. “Wir haben den 21. Dezember 2012 zum Anlass genommen, einige Kalendersysteme aus der Geschichte und aus der Gegenwart zu beleuchten”, meinen die Gestalter Roswitha und Ronald Vaughan.

Die Dokumentation spannt einen Bogen von den riesigen Steinreihen in der Bretagne über einen Mondbrunnen in Sardinien bis zum rätselhaften Mechanismus von Antikythera. Uraltes Brauchtum wie der Vierbergelauf in Kärnten wird ebenso behandelt wie der Mondkalender einer Tirolerin, welcher seit Jahrzehnten ein Bestseller ist. Thema sind auch die Bräuche zum Zeitpunkt des Jahreswechsels, die vom mehrtägigen Fest der Tibeter bis zur stillen Einkehr im Islam reichen.

Nachdem die Bücherverbrennungen der spanischen Eroberer fast alle schriftlichen Aufzeichnungen der Maya vernichtet hatten existieren nur noch drei Handschriften der Maya weltweit und nur eine davon kann im Original betrachtet werden. Diese kam auf ungeklärten Wegen nach Wien, wurde für Dresden erstanden und landete dort in der Schatzkammer des Buchmuseums.

Seit der Ankunft in Dresden 1740 ist das Manuskript ein Besuchermagnet, Forschungsgegenstand und Vorlage für viele Veröffentlichungen.Die Forschungen über das Kalenderwerk der Maya haben eindeutig festgestellt, dass dieser nie das Ende der Welt sondern den Wechsel von Epochen angekündigt hat.

Auch Experten wie Geoff Stray, der indigene Völker studiert, aber auch die Leiterin jener Bibliothek in Dresden, in der der letzte verbliebene Mayakalender ausgestellt ist, sind überzeugt davon, dass alle Zeichnungen und Schriftzeichen auf eine Zeitenwende und nicht auf ein Zeitenende hinweisen. Wie die Zeit nach der Wende aussehen soll, haben die südamerikanischen Sternengucker allerdings nicht verraten.

Der Film dokumentiert neben den Hinterlassenschaften aus Mittelamerika auch Kalenderbauten aus Europa, die bisher wenig bekannt sind. So hat der Archäologe Dr. Allard Mees bei einer Grabungsauswertung ein riesiges frühkeltisches Kalenderwerk im Fürstengrab von Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen im Schwarzwald entdeckt. Die Anordnung der Gräber um das zentrale Fürstengrab stimmt mit den Sternenbildern des nördlichen Himmels überein und die Gräber wurden auf die Mondzyklen ausgerichtet.

Eine besondere Attraktion auf Sardinien sind die Mondbrunnen, die auf das zweite Jahrtausend vor Christus datiert werden. Präzisionsarbeit in Stein und hohe Kenntnisse der Astronomie beeindrucken die Besucher. Es ist erwiesen, dass der Vollmond nur einmal alle 18 Jahre – rund um die Jahreswende – bis an die Wasseroberfläche der Brunnen scheint. Sonnenstrahlen spiegeln sich nur zu Mittag bei Tag- und Nachtgleiche an der Wasseroberfläche.

Quelle und Text: http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/166527/index.html

Kalender, Kulte und Kulturen (Dokumentation 3Sat vom 16.12.2012):
Kalender, Kulte und Kulturen (Dokumentation 3Sat vom 16.12.2012)

Kalender, Kulte und Kulturen (Dokumentation 3Sat vom 16.12.2012)

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