LoadingFilm später ansehen | Kurz-Link

Der lachende Mann | Bekenntnisse eines Mörders

Video teilen ->Email this to someoneShare on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on RedditDigg thisShare on TumblrPin on PinterestShare on StumbleUponShare on LinkedInBuffer this page

Walter Heynowski und Gerhard Scheumann bildeten als H&S das bekannteste Dokumentarfilm-Team der DDR. Mit Siegfried Müller, genannt „Kongo-Müller, hatte man es erstmals geschafft, einen bekannten westlichen Söldner vor die Kamera zu bekommen.

Heynowski und Scheumann hatten Müller jedoch im Glauben gelassen, dass es sich um ein westdeutsches Filmteam handeln würde (vgl. Heynowski/Scheumann: Der lachende Mann, S. 23). Über Müller wurde bereits im Vorfeld von der internationalen Presse berichtet, weil es in seiner Einheit im Kongo vermehrt zu disziplinarischen Verfehlungen gekommen war.

Das Filmmaterial von damals wurde in Der lachende Mann in Form von Zwischensequenzen in das laufende Interview eingeblendet. Der Film sorgte in der Bundesrepublik Deutschland für einen Skandal, der dazu führte, dass Der lachende Mann für einen längeren Zeitraum nicht ausgestrahlt bzw. im Kino gezeigt werden durfte.

Handlung:

Interview mit Major Siegfried Müller, bekannt und berüchtigt unter dem Namen „Kongo-Müller, als Söldner beteiligt an der Niederschlagung des Simba-Aufstands im Kongo. Der Film wirkt als Zeitdokument besonders makaber durch den Widerspruch zwischen der Freundlichkeit des auf den ersten Blick sympathisch wirkenden Mannes und der Brutalität und Grausamkeit seiner Taten, für die er offensichtlich keinerlei Reue empfindet.

Der Filmtitel erklärt sich durch das permanente Grinsen des Mannes, der während des ganzen Interviews kontinuierlich dem Alkohol zuspricht und gegen Ende sogar Schwierigkeiten hat, sich deutlich zu artikulieren. Müller prahlt keineswegs mit Greueltaten, sondern betont die Friedfertigkeit seines Vorgehens, wobei die Glaubwürdigkeit dieser Aussagen nicht nur durch sein vielseitig interpretierbares Lachen zweifelhaft erscheint.

Diesen Eindruck bestätigen die Filmemacher an entscheidenden Stellen, indem sie authentisches Ton- und Fotomaterial in den Film schneiden, durch welches Folter und Morde – auch von Müller selbst – bezeugt werden. Der lachende Mann – Bekenntnisse eines Mörders ist ein Dokumentarfilm in Schwarz-weiß von Regisseur Walter Heynowski und Gerhard Scheumann, gedreht am 10. November 1965 in einem Fernsehstudio in München.

Update 06.11.2011 – Der lachende Mann | Die Geschichte des Kongo Müller (Dokumentation 2011):
http://www.VideoGold.de/der-lachende-mann-geschichte-des-kongo-mueller-dokumentation-2011/

VideoGold.de

VideoGold.de

VideoGold.de ist seit 2007 eines der ersten freien Videoportale Deutschland´s, welches frei zugängliche Videos in Form von Berichten, Dokumentationen, Diskussionen, Filmen, Interviews, Livestreams, Musik-Videos, Trailer, Video-Clips sowie Vorträge sammelt.



Spenden